La Mata de los Olmos: Landschaft, Baukultur und Feste
Unterkünfte in La Mata De Los Olmos
File:Municipio La Mata de los Olmos, comarca Bajo Aragón (Teruel).jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Gebirgsrand, Wacholder und historische Wege
La Mata de los Olmos liegt am Fuß der Iberischen Gebirge. Kiefern-, Steineichen- und Wacholderbestände prägen die Landschaft, während in landwirtschaftlich genutzten Tälern Getreide und Mandeln angebaut werden. Der Ort ist eine von zehn Gemeinden der Comarca Bajo Aragón, die zum Maestrazgo-Geopark gehören, der zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Das Sabinar de La Mata de los Olmos bewahrt einen kleinen Bestand der Spanischen Wacholder (Juniperus thurifera) mit großen Wuchsformen, kräftigen Stämmen und dicht belaubten Kronen. Am Spazierweg zur Fuente Vieja ist der alte öffentliche Waschplatz zu sehen; die Fuente Vieja versorgte La Mata de los Olmos früher mit Wasser.
Für den Aussichtspunkt und die Nevera gelangt man am besten vom Parkplatz an der durch den Ort führenden N-211: Die letzte Straße links in Richtung Teruel führt anschließend bergauf. Neben einem Aussichtspunkt gibt es einen Freizeitbereich mit Spielen, Bänken und Tischen. Eine regelmäßige Busverbindung führt nach Alcañiz und Teruel.
Kirchen, Rathaus und archäologische Spuren
Die Kirche San Bartolomé ist ein barocker Bau aus dem 17. Jahrhundert. Sie hat drei Schiffe; das Mittelschiff ist breiter und höher als die Seitenschiffe. Ihr vierteiliger Turm zeigt in den drei oberen Abschnitten einen oktogonalen Grundriss, Backsteinmauerwerk und Mudéjar-Dekor. Das 1588 errichtete Rathaus und mehrere private Beispiele volkstümlicher Zivilarchitektur ergänzen das Ortsbild mit oberen Backsteinarkaden, profilierten Fensterbänken und großen Eingangsbögen aus Keilsteinen.
Auch kleinere Sakral- und Erinnerungsorte setzen eigene Akzente: Die Kapelle Nuestra Señora del Rosario besitzt ein quadratisches Kirchenschiff mit einer Kuppel auf Pendentifs sowie ein rechteckiges Presbyterium mit Tonnengewölbe und Stichkappen. Die Kapelle Virgen de Gracia wird durch eine große Kuppel auf Pendentifs betont. Das hölzerne Bildnis der Virgen de Gracia gilt als gotisches Werk aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Die archäologische Fundstätte San Cristóbal lieferte umfangreiches iberisches und römisches Keramikmaterial und wird in das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert. Die Nevera war vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb.
Feste und religiöse Traditionen
Religiöse Bräuche prägen den Jahreslauf. Am ersten Sonntag im Oktober wird in der innerorts gelegenen Kapelle eine Messe zu Ehren der Virgen del Rosario gefeiert; anschließend folgt eine neuntägige Novene mit dem Rosenkranzgebet. Die Wallfahrt zur Ermita de San Cristóbal umfasst eine Messe, die Segnung des Gemeindegebiets vom Aussichtspunkt aus und ein gemeinsames Essen. Den gewundenen Weg zur Ermita de San Bartolomé säumen vierzehn Stationen des Kalvarienbergs.
Auch die Feste verbinden Geschichte und gemeinschaftliches Leben: San Antón wird an dem dem 17. Januar nächstgelegenen Wochenende als traditionelles örtliches Fest von einem Prior und einem Mayoral organisiert; zum Fest gehört ein großes Feuer auf dem Rathausplatz, das bis Sonntagabend brennt. Das Patronatsfest zu Ehren von San Bartolomé dauert fünf Tage und umfasst traditionell ein Essen auf dem Platz, Verkleidungen und gemeinsame Zwischenmahlzeiten. Die 1983 ins Leben gerufene Semana Cultural findet jeden November statt und verbindet Vorträge, Theateraufführungen, verschiedene Ausstellungen und sportliche Aktivitäten.
In La Mata de los Olmos sind die vier derzeit in der Provinz Teruel bestehenden Ursprungsbezeichnungen vertreten; dies gehört zum agrar- und lebensmittelkulturellen Erbe des Ortes.
Weitere Ziele in dieser Auswahl
La Cerollera, Camañas, Gea De Albarracín, Obón, La Portellada, Albarracín, Valdelinares und Celadas
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.
