Iznalloz: Cueva del Agua, Wege und Geschichte
In Iznalloz treffen eine markante Höhlenlandschaft und eine weit zurückreichende Nutzungsgeschichte aufeinander. Ausgrabungen in der Cueva del Agua legten eine menschliche Nutzung von der eneolithischen, argarischen, römischen und arabischen Kultur bis in die Gegenwart frei. Naturraum und Archäologie gehören hier zu demselben konkreten Schauplatz.
Natur
Die Cueva del Agua öffnet sich am Südosthang des Cabezo del Asno in der Sierra Harana auf etwa 1.750 Metern Höhe im Gemeindegebiet von Iznalloz. Im östlichen Bereich der Cueva del Agua weist sie ausgedehnte Kristallbildungen und die Laguna del Glaciar auf, die nahezu 14 Meter tief ist. Labyrinthartige Gänge ergänzen den Höhlenraum. Hanglage, Höhe und innere Formen stehen bei dieser Höhle nebeneinander. Lageangabe und Höhlenmerkmal beantworten unterschiedliche Fragen zur räumlichen und inneren Struktur eines Naturraums. Höhen- und Tiefenangaben beziehen sich auf verschiedene Maßstäbe innerhalb von Landschaft und Höhle.
Die geschützte ZEC Sierra de Arana umfasst 20.010 Hektar, erstreckt sich auch über Iznalloz und weist große Karstformationen wie die Cueva del Agua de Iznalloz auf. Schutzgebiet und Karstformationen bilden den größeren landschaftlichen Rahmen.
Zwischen Cogollos Vega und Deifontes führt eine steil ansteigende Zufahrt über etwa 6 Kilometer zur Cueva del Agua. Die Zufahrt verbindet dabei zwei namentlich genannte Orte mit dem Höhlenziel. Eine Himmelsrichtung ergänzt eine Ortsangabe um räumliche Ausrichtung.
Wandern
Der Weg zum Mirador del Sotillo ist als Rundweg ausgewiesen. Seine angegebene Strecke beträgt 1.876 Meter, die Dauer etwa 30 Minuten und der Schwierigkeitsgrad mittel. Routenlänge und Gehzeit beantworten bei der Routenplanung unterschiedliche Fragen: Wegumfang und Zeitbedarf. Der Schwierigkeitsgrad ergänzt diese Werte um den Anspruch des Weges. Eine Rundwegangabe beschreibt die Wegeform, während eine Dauerangabe den zeitlichen Rahmen nennt.
Der Weg Las Corzas-La Melera führt zum Pico de las Víboras auf 1.428 Metern, einem Aussichtspunkt mit einem 360-Grad-Sichtfeld. Die Route führt außerdem durch eine vielfältige Vegetation und durch ein Gebiet von ornithologischem Interesse. Landschaftliche Vielfalt und ornithologisches Interesse benennen unterschiedliche Naturbezüge einer Route.
Der Weg El Sotillo Museo Micológico beginnt im Gebiet El Sotillo, das über die Carretera de la Sierra etwa 5 Kilometer in südöstlicher Richtung von Iznalloz entfernt liegt. Er endet an einem Pilzmuseum. Ein Pilzmuseum als Endpunkt verbindet eine Wegstrecke mit einem klar benannten Ausstellungsthema.
Kultur
Im Castillo de Iznalloz bewahrt die Burg die Reste zweier angesetzter Türme und zweier großer Bastionen. Erhalten ist außerdem ein bedeutender Rest der ehemaligen Stampflehmmauer. Türme, Bastionen und Mauerrest stehen neben Entwurf, Jahreszahl und Mitwirkenden. Burgmauer, Türme und Bastionen gehören zur baulichen Überlieferung, Künstlernamen und Jahreszahl zur Entstehungsgeschichte.
Die Pfarrkirche Nuestra Señora de los Remedios wurde von Siloé entworfen. Ihre Errichtung begann 1549 unter Mitwirkung von Juan de Maeda, einem Schüler Siloés, und des Bildhauers Alonso Hernández. Baubeginn und Entwurf bezeichnen zwei verschiedene Etappen in der Geschichte einer Kirche.
Weitere Orte: Cúllar, Dúdar, Sorvilán, Lobras, Bácor, Salobreña, Deifontes und Capileira.
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