Bácor: Wüstenlandschaft, Wanderwege und Kultur
Wandern durch eine ungewöhnliche Landschaft
Bácor-Olivar verbindet markante Landschaftsräume mit Wegen, die Natur und Geschichte unmittelbar nebeneinander zeigen. Der 13 Kilometer lange Trancamulas-Weg beginnt am Dorfplatz, führt als Rundweg zurück zum Ausgangspunkt und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Eine weitere Orientierung bietet der Trail „SINGULAR MONTE PAJARILLO and TRACAMULAS“, der durch Bácor-Olivar führt und als Wüstenlandschaft klassifiziert ist. Wer unterschiedliche Eindrücke zu Fuß verbinden möchte, findet hier damit sowohl eine klar umrissene Rundroute als auch einen Trail mit eigenständiger Landschaftscharakteristik.
Am Monte Pajarillo befindet sich außerdem ein natürlicher Aleppo-Kiefernwald, der als einzigartig in der Hoya de Guadix gilt. Zu einer Route am Monte Pajarillo gehört der Besuch des Centro de Interpretación del Bosque Natural. Die Verbindung aus trocken geprägter Landschaft und Kiefernwald gibt den Wanderzielen rund um Bácor-Olivar zwei deutlich unterscheidbare Naturbilder.
Spuren von Arbeit und früher Besiedlung
Der Weg von Trancamulas führt auch an ehemaligen Trockenplätzen für Esparto-Gras vorbei. Bei Algarbes sind Reste ursprünglicher Siedlungen erhalten. Die Balsa Romana besteht aus den Resten eines römischen Beckens am Ufer des Baches Baúl-Bácor. Diese Orte stehen für verschiedene historische Ebenen: traditionelle Verarbeitung, frühe Siedlungsspuren und ein Bauwerk aus der römischen Zeit.
Auch die Iglesia de Bácor-Olivar gehört zu den konkreten Zeugnissen der Ortsgeschichte. Sie wurde von den Einwohnern selbst errichtet. Das Castillo de Bácor-Olivar ist in kalifalen Quellen erwähnt und wurde im 9. Jahrhundert eingenommen. Damit reicht die historische Orientierung von gemeinschaftlichem Bauen bis zu den politischen Umbrüchen des Mittelalters.
Ausblicke über Landschaft und Höhlenviertel
Der Mirador La Chacha Carmen bietet Ausblicke auf den Cerro Jabalcón, den Damm des Negratín-Stausees, die historischen Algarbes aus arabischer Zeit und ein für Bácor-Olivar typisches Höhlenviertel. Mehrere Landschafts- und Kulturmotive erscheinen hier gemeinsam im Blickfeld: Berg, Stausee, historische Anlagen und die besondere Siedlungsform der Höhlen. Der Aussichtspunkt ergänzt damit die Wege am Monte Pajarillo und bei Trancamulas um eine eigenständige Perspektive auf die Umgebung.
La Gata Negra: Kunst und Geschichte im Fels
La Gata Negra, das Museo-Cueva de Rafa Moya, ist ein in den Fels gegrabenes Höhlenmuseum, in dem sich Kunst, Geschichte und Natur verbinden. Zum Museum gehören Galerien, Innenhöfe und offene Bereiche. Dort werden Werke und die Erinnerung an einen bescheiden entstandenen Ort bewahrt. Das Höhlenmuseum setzt damit einen kulturellen Akzent, der sich deutlich von den historischen Außenorten und den Landschaftsblicken unterscheidet.
Orientierung rund um Bácor-Olivar
Bácor-Olivar hat zwei wichtige Zufahrten: eine südliche und eine nördliche. Beide führen über die Straße GR-7100, die den Ort von einem Ende zum anderen durchquert. Eine Route verbindet Bácor-Olivar in dieser Reihenfolge mit Campo Cámara, Pozo Alcón, Cuevas del Campo, Freila, Zújar und Baza. Diese Streckenbezüge geben der Umgebung eine klare geografische Orientierung, ohne die einzelnen Kultur- und Landschaftsziele auf eine einzige Reiseform festzulegen.
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