Capileira: Wandern, Kultur und Sierra Nevada

File:The village of Pampaneira viewed from Plaza Vieja in Capileira (DSCF5824).jpg File:The village of Pampaneira viewed from Plaza Vieja in Capileira (DSCF5824).jpg Foto: Trougnouf (Benoit Brummer) via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Capileira ist mit 1.435 Metern das höchstgelegene Dorf des Barranco del Poqueira. Dieses Naturszenario wird von den höchsten Erhebungen der Iberischen Halbinsel gekrönt: vom Veleta mit 3.394 Metern und vom Mulhacén mit 3.482 Metern.

Landschaft

Der Barranco del Poqueira ist als Historische Stätte ausgewiesen. Er verbindet Capileira, Bubión und Pampaneira mit bewirtschafteten Hängen, Eichen- und Steineichenbeständen sowie dem Fluss Poqueira. An den Hängen treffen damit landwirtschaftlich genutzte Flächen, Waldbestände und das Flussgebiet in einer zusammenhängenden Kulturlandschaft aufeinander.

Die Route Pueblos del Poqueira führt durch eine Kulturlandschaft mit terrassiertem Anbau und Bewässerungskanälen. Diese Kanäle dienen seit dem Mittelalter der Bewässerung und Versorgung der Ländereien und Dörfer. Ihre Funktion gehört damit zu den historischen Spuren, die den Aufbau und die Nutzung der Landschaft bis heute verständlich machen.

Wandern

Die Route Pueblos del Poqueira ist ein 9,4 Kilometer langer Rundwanderweg. Ihre geschätzte Dauer beträgt 3 Stunden und 30 Minuten, der Schwierigkeitsgrad ist mittel.

Sie beginnt in Capileira auf dem alten Camino Real del Poqueira und führt durch terrassierte Felder bergab in Richtung Bubión.

Die Route nach La Cebadilla führt zu der Siedlung am Wasserkraftwerk Poqueira. Auf dieser Strecke werden drei Brücken überquert, bevor sie sich bis zum Fluss Naute fortsetzt.

Von Capileira aus führt der Zugang zur Schutzhütte zunächst mit dem Auto nach La Cebadilla beziehungsweise zur Wasserkraftwerkszentrale Poqueira.

Anschließend verläuft der Fußweg über den Weg Acequias del Poqueira PR-A 23 bis zum Cortijo de las Tomas. Von dort steigt ein Abzweig in etwa drei Stunden zur Schutzhütte auf.

Kultur

Die heutige Iglesia de la Virgen de la Cabeza wurde im 18. Jahrhundert über einem Vorgängerbau von 1502 errichtet. Dieser ersetzte wiederum eine frühere Moschee. Die Kirche beherbergt ein barockes Holzretabel aus dem 17. Jahrhundert.

Das Casa-Museo Pedro Antonio de Alarcón ist ein ethnologisches Museum. Es zeigt das Leben und Werk des Schriftstellers anhand von Gegenständen, Haushaltsutensilien, Kunsthandwerk und landwirtschaftlichen Geräten in der Atmosphäre eines typischen Hauses der Alpujarra. Literarisches Erbe und Alltagsgeschichte stehen dabei unmittelbar nebeneinander: Die verschiedenen Objektgruppen bewahren den Bezug zur häuslichen, handwerklichen und landwirtschaftlichen Lebenswelt.

Der Servicio de Interpretación Ambiental de la Zona de Altas Cumbres bietet in den Sommermonaten geführte Rundfahrten im Minibus an. Die Rundfahrten informieren über die Geschichte, die natürlichen Gegebenheiten, die Landschaft und die Biologie der Sierra Nevada.

Traditionen

Die Mauraca ist Capileiras wiederkehrendes Kastanienfest rund um Allerheiligen. Bei dem Fest werden Kastanien gesammelt und am Lagerfeuer geröstet, während traditionelle Musik gespielt und getanzt wird.

Die beiden Bäckereien in Capileira verwenden Sauerteig. Die Gemeinde beschreibt Sauerteig in der Alpujarra als traditionelle Methode der Herstellung von Brot.

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