Huétor Tájar: Torre Alquería, Feste und Wege
File:El río Genil a su paso por Huétor Tájar (Granada).jpg
Foto: Lopezsuarez via Wikimedia Commons, CC0
Die Torre Alquería von Huétor Tájar ist ein Nasriden-Turm aus dem 14. Jahrhundert und ein Verteidigungskomplex islamischen Ursprungs, der als Kulturgut von besonderem Interesse (BIC) ausgewiesen ist. Die Torre Alquería hat vier Stockwerke und eine Terrasse. Zum Zentrum Torre Alquería gehören außerdem ein Verwaltungshaus aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie ein großer Innenhof, der als Veranstaltungsort genutzt werden soll. Besuche des Zentrums können über seine sozialen Netzwerke vereinbart werden; dort lässt sich auch die Agenda der Aktivitäten einsehen.
Kultur und Geschichte
Das Interpretationszentrum „Legado del Agua y la Tierra“ stellt repräsentative Wasserbauwerke der Region vor und hebt dabei römische und arabische Traditionen sowie spätere zeitgenössische Entwicklungen hervor. Ein Besuch im „Legado del Agua y la Tierra“ vermittelt das agrarische historisch-kulturelle Erbe von Huétor Tájar und die Veränderungen der Anbaukulturen im Lauf der Geschichte. El Tejar ist ein traditioneller vorindustrieller Produktionskomplex, in dem Dachziegel, Ziegelsteine und Lehmziegel hergestellt werden. Die Ziegelei der Familie Bertos am Genil bestand kontinuierlich von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum 7. Januar 1963. Auf dem Ziegeleigelände der Familie Bertos wurden zwei Öfen mit vertikalem Zug gefunden, die auch als arabische Öfen bezeichnet werden.
Feste und Traditionen
Beim Día de la Candelaria versammeln sich in Huétor Tájar traditionell am Abend des 2. Februar Gruppen von Freunden und Familien an Lagerfeuern zum Essen und Trinken; zu diesem Anlass sind außerdem Ringbrot und Schokolade als Imbiss oder Frühstück traditionell. Der Karneval umfasst Festveranstaltungen, an denen Einheimische und Besucher verkleidet teilnehmen, sowie am Samstag einen Umzug und kommunale Kostümwettbewerbe. Während der Semana Santa werden in Huétor Tájar traditionell Darstellungen von Jesus, der Jungfrau Maria und weiteren Heiligen durch die Straßen des Ortes getragen.
Am 25. April gehört es in Huétor Tájar traditionell zum San-Marcos-Fest, den Tag auf dem Land zu verbringen, wo Familien und Freunde zum Essen und gemeinsamen Genießen zusammenkommen. Am Día de la Cruz werden in Huétor Tájar traditionell Kreuze in Schaufenstern, Wohnungen sowie auf Plätzen und in Straßen des Ortes aufgestellt; viele davon haben einen Verkaufsstand für Speisen und Getränke. Die Feria zu Ehren von San Isidro dauert gewöhnlich vier Tage und umfasst Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen für alle Altersgruppen.
Regionale Küche
An der VI. Ruta de la Tapa del Espárrago beteiligten sich mehr als zwanzig lokale Betriebe. Bei der Ruta de la Tapa del Espárrago entwickelten lokale Köche innovative Gerichte, deren Schwerpunkt auf Triguero-Spargel lag. Die VI. Ruta de la Tapa del Espárrago in Huétor Tájar fand vom 8. bis 10. Mai statt.
Weitere Orte derselben übergeordneten Destination sind Benalúa De Guadix, Lojilla, Pinos Del Valle, Trevélez, Guájar-Fondón, Orgiva, Los Balcones und El Varadero.
Wege und Natur
Im Aula de la Naturaleza Cerro Beylar werden Workshops zu Agroökologie und Tierpflege sowie Routen zur Erkundung der Umgebung durchgeführt. Eine Rundroute führt von Huétor Tájar über Villanueva Mesía durch die Vega del Genil und anschließend zurück nach Huétor Tájar. Eine mit der Asociación de Mujeres con Cáncer – ATENEA durchgeführte Rundwanderung führt von Huétor-Tájar nach Villanueva Mesía und verläuft insbesondere an Abschnitten entlang der Flüsse Genil und Cacín. Vom Paseo Norte führt der Weg zur historischen Ansiedlung El Cárcamo; dort verzweigt er sich in drei Routen.
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