Los Llanos: Landschaft, Wege und Bergbaugeschichte
Landschaft zwischen Schluchten und Anbauflächen
Los Llanos verbindet markante Landschaftsräume mit Spuren der regionalen Geschichte. An den von Los Llanos abfallenden Hängen befinden sich in den höher gelegenen Bereichen große Gewächshaus-Anbauflächen. Auch die Ruta Medieval Alpujarra bietet Ausblicke auf die Gewächshäuser im höher gelegenen Bereich von Los Llanos – ein ungewohnter, aber charakteristischer Blick auf die Umgebung.
Nordwestlich von Los Llanos liegt der nahe Barranco del Tesoro. Seine Ufervegetation wird von Steineichen, Kastanienbäumen, Ginster und Espartogras begleitet. Der Barranco del Tesoro gilt außerdem als für sportliche Aktivitäten geeignet. Im nahen Cañón del Río Trevélez weist die Landschaft eine bemerkenswerte Vogelwelt und einen Galeriewald mit zahlreichen Pappeln auf. Wer Naturbeobachtungen und unterschiedliche Geländeformen miteinander verbinden möchte, findet hier mehrere klar unterscheidbare Eindrücke im Umfeld von Los Llanos.
Wege mit mittelalterlichen Spuren
Die Ruta Medieval Alpujarra verläuft an der rechten Seite des Valle del río Trevélez entlang und überquert den Barranco de los Llanos. Zu ihr gehören alte Wegweiser des Antiguo Camino Bajo Trevélez. Die Route bietet damit nicht nur Ausblicke auf den höher gelegenen Bereich von Los Llanos, sondern bewahrt auch konkrete Spuren historischer Verbindungen durch das Tal.
Im Gemeindegebiet von Busquístar erreicht der Camino de los Llanos neben dem Río Trevélez die Grenze des öffentlichen Berglands Los Peñoncillos. Der Abschnitt Busquístar–Portichuelo de Cástaras ist 4,2 km lang und als lineare Route angelegt. Zum ländlichen Kulturerbe im Gemeindegebiet von Busquístar gehören außerdem Escarihuelas beziehungsweise historische Wege, die seit dem Mittelalter durch gemeinschaftliche Arbeit entstanden. Diese Wegtradition gibt der Landschaft einen kulturellen Zusammenhang, ohne die natürlichen Formen von Tal, Schlucht und Hang in den Hintergrund zu rücken.
Bergbaugeschichte und regionale Feste
Die Minas del Conjuro in Busquístar sind inaktive Überreste des Eisenerzbergbaus. Ihre größte Blütezeit erlebten sie in den 1950er-Jahren; 1974 wurden sie geschlossen. Zwei Wege verbinden die Siedlung Busquístar mit den Minas del Conjuro. Die ehemaligen Eisenminen von El Conjuro liegen gegenüber von Busquístar auf der anderen Seite des Río Trevélez und sind von dort aus zu sehen. Damit bleibt die Bergbaugeschichte auch als sichtbarer Bestandteil der Umgebung präsent, während der historische Status der Anlagen erhalten bleibt.
Eine andere Seite des regionalen Lebens zeigen die Patronatsfeste von Busquístar Anfang Mai. Zu den traditionellen Veranstaltungen gehören Pferderennen mit Bändern sowie nächtliche Feste mit Musikgruppen aus der Region. Neben Wegen, Schluchten und historischen Bergbauresten gehört damit auch ein festlicher, lokaler Kulturbezug zum Umfeld von Los Llanos.
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