Los Gallardos: Feste, Mühlen und römische Spuren
Unterkünfte in Los Gallardos
Feste und kulinarisches Erbe
In Los Gallardos wird das Auto Sacramental de los Reyes Magos jedes Jahr am 6. Januar gefeiert. Der festgelegte Termin verbindet das örtliche Fest mit dem Dreikönigstag und gibt ihm einen festen Platz im Jahreskalender des Ortes.
Zum kulinarischen Erbe von Gallardos gehören Ajo colorao, Olla de trigo, Migas und Potaje de hinojos. Diese vier überlieferten Bezeichnungen stehen gemeinsam für den regionalen Teil der Ortskultur, der sich nicht an einem einzelnen Gericht festmachen lässt. Wer die kulinarische Seite von Los Gallardos betrachtet, findet damit eine klar benannte Auswahl traditioneller Speisen vor.
File:Los Gallardos, Almería, Spain - panoramio (1).jpg
Foto: Kris Wessels-Coles via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Wanderweg und Mühlen
Der Sendero de los Molinos Harineros ist ein Wanderweg im Gebiet von Los Gallardos und Alfaix. Sein Verlauf wird damit beiden Orten zugeordnet, während die alten Getreidemühlen dem Weg ein historisches Thema geben.
Die alten Getreidemühlen am Sendero de los Molinos Harineros erinnern an die traditionelle Landwirtschaft der Region, in der das Wasser des Flusses zum Mahlen von Getreide genutzt wurde. Der Fluss war dabei nicht nur Bestandteil der Landschaft, sondern hatte eine konkrete Funktion in der Verarbeitung des Getreides. So treffen auf dem Mühlenweg Wandern und ein überliefertes Stück Landwirtschaftsgeschichte aufeinander.
Kirche und römische Spuren
Die Iglesia de San José wurde 1929 erbaut und 2008 restauriert. Die beiden Jahreszahlen markieren den ursprünglichen Bau und eine spätere Restaurierung derselben Kirche. Dadurch lässt sich ihre Ortsgeschichte mit einem Bauzeitpunkt und einem dokumentierten Eingriff in einem späteren Jahr verbinden.
Zu den bedeutenden Funden aus Cadima gehört ein in Latein beschrifteter Stein mit der Inschrift „VR CO / EMIN / ORVMIN / XXV“. Die Inschrift selbst ist als lateinischer Text überliefert und gehört zu den benannten archäologischen Spuren von Cadima.
Von der Villa Romana Olvidada de Cadima sind einige Mauern, ein Teil des Bodenbelags und zahlreiche Dachziegel erhalten. Der erhaltene Bestand umfasst damit unterschiedliche Bauelemente: aufrecht gebliebene Mauerteile, einen Abschnitt des Fußbodens und viele Ziegel aus dem Dachbereich.
Die Funde aus Cadima wurden entweder geplündert oder von den Behörden geborgen, um im Museum von Almería ausgestellt zu werden. In dieser Überlieferung stehen somit zwei unterschiedliche Wege der Fundgeschichte nebeneinander: der Verlust durch Plünderung und die Bergung durch Behörden mit dem Ziel einer Ausstellung.
Weitere Orte: Turre, La Envía, Agua Amarga, Instinción, Gérgal, Tonosa, Almería und Alcontar.
Baños de Alfaix
Die Baños de Alfaix liegen am Zusammenfluss des Río Aguas und des Río Jauto. Die geografische Einordnung benennt damit nicht nur den Platz selbst, sondern auch die beiden Gewässer, die an dieser Stelle zusammentreffen. Ihre Namen gehören zur konkreten Beschreibung des Ortes.
Ursprünglich konnte man in den Baños de Alfaix natürliches, heißes Wasser genießen. Es war kohlensäurehaltig und mit Mineralien wie Kalzium und Eisen angereichert. Die überlieferte Beschreibung verbindet die frühere Nutzung des Wassers mit seiner natürlichen Wärme, dem Kohlensäuregehalt und den genannten Mineralien.
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