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Tirapu: Kirche, Wege und regionale Traditionen

Unterkünfte in Tirapu

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tirapu zwischen Hügeln, Weinbau und Geschichte

Im Ortskern von Tirapu treffen Landschaft und Siedlungsgeschichte aufeinander. Er liegt auf einem Hügel am Übergang zwischen dem stärker gegliederten Gelände mit Erhebungen bis 695 Meter Höhe und der von Getreide- und Weinbau geprägten Umgebung. Eichenwälder, Quellen und Wege bestimmen die natürliche Umgebung.

File:Tirapu(Navarra) 2002.jpg File:Tirapu(Navarra) 2002.jpg Foto: Apezarra via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirche und historische Zeugnisse

Beim Eintritt in den Ortskern liegen auf der linken Seite das Rathaus und die Kirche der Unbefleckten Empfängnis (Iglesia de la Concepción de María). Die Renaissancekirche wurde zwischen 1591 und 1609 über einer älteren romanischen Kirche errichtet. Ihr Hauptretabel aus dem Jahr 1638 schufen Pablo González und Juan de Bengoechea, die Schüler von Juan de Anchieta waren. Die romanische Marienfigur Virgen del Sagrario aus dem 13. Jahrhundert und das gotische Prozessionskreuz aus dem 16. Jahrhundert werden im Diözesanmuseum von Pamplona aufbewahrt.

Eine archäologische Fundstätte aus dem Äneolithikum und der Bronzezeit befindet sich im Gemeindegebiet von Tirapu. Seit dem Jahr 1002 ist Tirapu in der Karta de Mutiloa dokumentiert, in der der Verkauf von Grundstücken bei „Triapu“ an das Kloster Leire erwähnt wird. Der Ortsname erscheint wiederholt in Dokumenten des 12. und 13. Jahrhunderts und ist mit dem Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem sowie dem Kloster Irache verbunden. Im Norden des Gemeindegebiets liegen die Salinas beziehungsweise Saleras. Sie gelten als möglicher Ursprung von Tirapu und waren mehr als neun Jahrhunderte lang in Betrieb.

Überlieferte Küche und lokales Leben

Die Essensbräuche Tirapus spiegeln frühere Festtage und den Alltag im Dorf. Zu Festen aß man in Tirapu traditionell Rellen; in allen Häusern des Dorfes gab es eine irdene Suppenschüssel mit Rellen und Fritada. Zu San José wurden Buñuelos zubereitet, während es in der Karwoche Torrijas gab. Schweinelende bewahrte man in irdenen, mit Öl gefüllten Gefäßen auf; außerdem bereitete man unter anderem Bizcochadas, Flans und Apfelkuchen zu. Bei früheren Hausschlachtungen wurde ein Teil der Erzeugnisse unter den Haushalten verteilt und auch dem Pfarrer sowie dem Lehrer gegeben. Früher trank man Wein und hausgemachten Pacharán; manche Menschen gaben bei seiner Zubereitung Kaffeebohnen hinzu.

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Route über Olcoz nach Tirapu

Die Route „De Muruarte de Reta hacia Valdizarbe“ führt von Muruarte de Reta über Olcoz nach Tirapu. Sie umfasst einen Abschnitt des Aragonesischen Jakobswegs und führt zur Ermita de San Nicolás de Bari sowie nach Tirapu. Auf dem Weg dorthin verläuft die Strecke an einer asphaltierten Straße entlang; links lassen sich der Friedhof und die Ermita sehen. So verbindet diese Wegführung historische Bezüge mit der Orientierung am Ortseingang und an den Sakralbauten Tirapus.

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