Estella (Estella-Lizarra): Jakobsweg, Romanik und Kunst
Unterkünfte in Estella
Estella (Estella-Lizarra) gilt als typische Stadt am Jakobsweg. Ihre Entwicklung wurde durch den Handelsaufschwung entlang der Jakobsroute geprägt. Zwischen romanischer Baukunst, Malerei, Festtraditionen und den Spuren des früheren „Trenico“ zeigt sich ein Ort mit mehreren klar erkennbaren kulturellen Facetten.
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Foto: Centro Nacional de Información Geográfica via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kultur und Geschichte
Die heutige Kirche Santa María Jus del Castillo ist ein einschiffiger romanischer Bau aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert. Sie steht auf dem Gelände einer ehemaligen Synagoge im jüdischen Viertel Elgacena. Damit treffen an diesem Bauwerk die heutige Kirche und die Geschichte des früheren jüdischen Viertels unmittelbar aufeinander.
In der Iglesia de San Pedro de la Rúa finden sich im Inneren bauliche Formen, deren Ursprung im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts liegt. Die erhaltenen Kapitelle bilden eines der bedeutendsten Ensembles der Spätromanik in Navarra. Die Kirche verbindet somit frühe romanische Formen mit einem besonders bemerkenswerten Kapitellbestand.
Der Palacio de los Reyes de Navarra, auch Palacio de los Duques de Granada de Ega genannt, gilt als bedeutendstes Beispiel der zivilen Romanik in Navarra und wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Seit 1991 beherbergt der Palast das malerische Vermächtnis von Gustavo de Maeztu (1887–1947) und wird heute als Museo Gustavo de Maeztu genutzt. Das Museum zeigt Werke aus allen Schaffensphasen des Malers. Zu sehen sind außerdem Zeichnungen, Radierungen, Lithografien und Enkaustiken, die den Entstehungsprozess seiner Werke widerspiegeln.
Feste und Wege
Die Patronatsfeste von Estella-Lizarra werden zu Ehren des heiligen Andreas und der Virgen del Puy gefeiert. Zu ihnen gehört der Baile de la Era, der in der Plaza de los Fueros an jedem Festtag regelmäßig in den frühen Morgenstunden stattfindet. Religiöse Bezüge und ein festgelegter Tanz im öffentlichen Platzraum gehören damit gleichermaßen zu den überlieferten Festen der Stadt.
Die Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro folgt der ehemaligen Bahnstrecke des „Trenico“. Diese verband Estella-Lizarra von 1927 bis 1967 über Vitoria-Gasteiz mit Gipuzkoa. Ein 3 km langer Abschnitt der Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro verläuft durch das Stadtgebiet von Estella-Lizarra und folgt dort entlang des Flusses Ega dem Verlauf der ehemaligen Eisenbahn.
Estella-Lizarra ist einer der Ausgangspunkte der 123,5 km langen, linearen Vía Verde del Vasco Navarro. Der Weg steht damit sowohl mit dem Stadtgebiet als auch mit der früheren Bahnverbindung zwischen Navarra, Vitoria-Gasteiz und Gipuzkoa in Beziehung.
Verbindungen
Die Autovía del Camino (A-12) ist die wichtigste Straßenverbindung von Estella-Lizarra nach Pamplona und Logroño. Das Zentrum von Estella-Lizarra ist außerdem mit Linienbussen aus Pamplona, Logroño, San Sebastián, Zaragoza und weiteren Orten der Region erreichbar.
Weitere Orte: Huarte, El Bocal, Galbarra, Tudela, Barañáin, Ultzama, Mendigorría und Cintruénigo.
Kulinarik
Zu den in Estella-Lizarra genannten Speisen gehört Gorrín asado, gebratenes Spanferkel.
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