Villava: Pilgerweg, Geschichte und Festkultur
Unterkünfte in Villava
Villava verbindet den Jakobsweg mit Industriearchäologie, kommunaler Erinnerung und Festkultur. Der Jakobsweg durchquert Villava von einem Ende zum anderen. Drei besonders unterschiedliche Schauplätze für kulturgeschichtlich Interessierte sind das Batán de Villava, der Rollo und die Escuela de Peritos Agrícolas. Für kulturgeschichtlich Interessierte liegen im Batán de Villava, am Rollo und an der Escuela de Peritos Agrícolas drei klar unterscheidbare Zugänge zur Geschichte Villavas.
File:Villava - Atarrabia, Navarre, Spain - panoramio.jpg
Foto: Lucas Martínez Farra… via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kultur
Das Batán de Villava ist ein Beispiel für Industriearchäologie. Dort befindet sich eine Dauerausstellung über den Parque Fluvial. Zum Ensemble gehört außerdem eine Replik der Maschinen des früheren Walkmühlebetriebs. Sie bildet den traditionellen Prozess des Walkens von Tuchen nach. Industrielle Arbeit und die Geschichte des Ortes begegnen sich hier in einem konkreten Schauplatz.
Der Rollo ist eine wahrscheinlich im 15. oder 16. Jahrhundert errichtete toskanische Säule von 2,24 Metern Höhe. Er symbolisiert die Gerichtsbarkeit sowie die kommunale Freiheit der Villa Villava. An der Calle Mayor steht neben dem Rathaus das Denkmal für Sancho VI. El Sabio. Die Gemeinde ließ es 1984 anlässlich des 800. Jahrestags der Verleihung des Stadtrechts an die Villa Villava errichten. Der Rollo und das Sancho-Denkmal setzen dabei andere Akzente als die industriellen und schulischen Gebäude.
Das Frontón Atarrabia wurde 1931 von der Gemeinde errichtet und war eines der ersten überdachten Frontons in Navarra. Die Escuela de Peritos Agrícolas wurde 1912 von der Foralregierung Navarra beim Architekten José Yárnoz in Auftrag gegeben. Ursprünglich war sie als Palacio del Congreso Nacional de Viticultura vorgesehen. Sportbau und Schulgebäude ergänzen die kommunalen und industriellen Zeugnisse Villavas um weitere architektonische Facetten.
Feste und Küche
Die Patronatsfeste von Villava werden zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gefeiert und dauern eine Woche. Zum Programm gehört ein Verkostungswettbewerb für Relleno. Relleno ist ein typisches Festgericht der Dörfer im Norden Navarras, darunter Villava. Das Gericht verbindet die Festkultur des Ortes mit einer regionalen kulinarischen Tradition. In Villava verbinden die Patronatsfeste und das Relleno für Interessierte an lokaler Kultur kulinarische und rituelle Aspekte.
Das Fest des heiligen Andreas findet am 30. November statt. Dazu gehört die Verleihung der Preise des Literaturwettbewerbs „Pedro de Atarrabia“. In Villava stehen bei den Festen damit religiöses Brauchtum, Küche und Literatur nebeneinander.
Pilgerweg
Die Städtische Pilger- und Touristenherberge von Villava ist eine Herberge der ersten Kategorie am Jakobsweg. Ihre Einrichtungen sind für Menschen mit Behinderungen angepasst und umfassen 8 Betten, ein Bad, eine Dusche, einen Aufzug und barrierefreie Eingänge. Der Pilgerweg und die ausdrücklich benannten Einrichtungen bilden in Villava einen eigenen thematischen Teil des Ortes.
Anreise
Eine Buslinie verbindet die Plaza Príncipe de Viana in Pamplona mit der Avenida Serapio Huici in Villava.
Weitere Orte
Weitere Orte finden Sie bei Uztegi, Artazu, Arraioz, Estella, Etxalar, Sorlada, Muruzábal und Tafalla.
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