Etxalar: Palomeras, Kirchen und megalithische Monumente
Unterkünfte in Etxalar
Kultur und Geschichte
Etxalar bewahrt mit den Palomeras eine traditionelle Methode des Taubenfangs mit Netzen, die auf der Iberischen Halbinsel einzigartig ist. Ihr Ursprung reicht bis ins Mittelalter zurück; erstmals wurde sie 1378 dokumentiert. 2010 erkannte die Regierung von Navarra die Palomeras aufgrund ihres Alters und ihrer Besonderheit als Kulturgut von besonderem Interesse an. Die Palomeras stehen damit zugleich für eine mittelalterliche Tradition und für ihre Anerkennung durch die Regierung von Navarra.
Über dem Fluss Tximista wurde der Turm Gaztelu im Mittelalter errichtet und später im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut. Er diente als Waffenplatz des Königreichs Navarra. Ebenfalls am Tximista liegt im Viertel Urritzokieta die Kapelle Santa Cruz, die einzige Kapelle Etxalars; sie wurde zwischen 1500 und 1550 errichtet. Im Zentrum steht die steinerne Kirche Andra Mari mit dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Anfangs wurde sie als „Kirche zwischen zwei Flüssen“ bezeichnet. In den beiden Gärten der Kirche, am Haupteingang und auf der Rückseite, wird eine Sammlung von fast hundert Grabstelen ausgestellt, die zu den bedeutendsten Sammlungen im Baskenland zählt. An Andra Mari kommen Sakralbau und Grabstelen-Sammlung zusammen.
Wasser und Baukultur
Zum wasserbezogenen architektonischen Erbe Etxalars gehören über den Ort verstreute Wassermühlen. Die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert, die jüngste aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die historische Wassermühle ist ein Ort von kulturellem und historischem Interesse; zu ihr führen zwei Wege, einer von Etxalar und einer vom Baztan-Tal aus. Bei der Finca Baztan am Ufer des Flusses Altxata sind die Überreste der oberen Eisenhütte erhalten, darunter das Gebäude, der Ofen und der Kanal. Bei den wasserbezogenen Bauwerken treffen verstreute Mühlen auf die erhaltenen Bestandteile einer Eisenhütte.
Zu den ältesten traditionellen Häusern Etxalars zählen vor allem Iñarreta, Jauregieta und Anduetzeta sowie ein weiteres Haus im Viertel Antsolokueta. Sie wurden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert errichtet. Damit gehören auch benannte traditionelle Häuser und ein konkreter Ortsteil zur historischen Bausubstanz Etxalars.
Natur und Vorgeschichte
An den Hängen der Berge Iratzako und Centinela befinden sich megalithische Monumente, die 2.500 bis 3.000 Jahre alt sind. Die bekanntesten vorgeschichtlichen Überreste Etxalars sind die Cromlechs auf dem Gipfel des Berges Centinela. In Etxalar befindet sich außerdem das Umwelt- und Zugvogel-Interpretationszentrum von Lizarieta. Das Zentrum zeigt eine Ausstellung mit Erläuterungstafeln, eigens für das Zentrum erstellten Videos sowie Objekten und Elementen, die mit der Kultur und dem kulturellen Gedächtnis Etxalars verbunden sind.
Weitere Orte zur Entdeckung: Villamayor, Erratzu, Barásoain, Villava, Etxarri-Aranatz, Fontellas, Zizur Mayor und Huarte.
Anreise
Der wichtigste Straßenzugang nach Etxalar führt über die N-121-A, die Pamplona und Irún verbindet, und anschließend über die Regionalstraße NA-4400. Von dort sind es 4 km bis zum Ort.
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