Miranda de Arga entdecken: Kirchen, Festung und Feste
Unterkünfte in Miranda De Arga
Kulturelle Spuren aus mehreren Jahrhunderten
Miranda de Arga zeigt seine Geschichte an Bauwerken aus mehreren Epochen. Die Iglesia Nuestra Señora de la Asunción wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und in den folgenden Jahrhunderten durch weitere Anbauten verändert. Der Palacio de los Colomo, auch Casa de las Torres oder Casa de los Colomo genannt, wurde von Juan José Vizcaíno y Vizcaíno, einem Adligen aus Miranda de Arga und Ritter des Santiagoordens, in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten begannen 1695 und dauerten bis weit ins 18. Jahrhundert an; der Palacio besitzt zwei seitliche Türme mit quadratischem Grundriss.
Auf dem Hügel über der Altstadt bewahrt El Torreón die Reste einer mittelalterlichen Festung. Seine erhöhte Lage nahe der ehemaligen muslimischen Grenze gab ihm historisch eine strategisch wichtige Stellung im Verteidigungssystem Navarras; im 19. Jahrhundert wurde die Festung im Zusammenhang mit den Karlistenkriegen, besonders dem Dritten Karlistenkrieg, wieder aufgebaut. Neben El Torreón befindet sich auf einer Freifläche des Alto de los Moros die Basílica de Nuestra Señora del Castillo. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und dient während der Patronatsfeste von Miranda de Arga als Ort religiöser Feiern. Die Basilika bewahrt architektonische und dekorative Formen des 17. Jahrhunderts, darunter eine Kuppel auf Pendentifs mit Laterne und ein gegen Ende des 17. Jahrhunderts ausgeführtes Hauptaltarretabel im frühen Barock. Die Torre del Reloj wurde im fortgeschrittenen Mudéjar-Stil im Laufe des 16. Jahrhunderts vollendet und gilt als Beispiel einer kulturellen Symbiose, in der christliche und islamische Kultur miteinander bestanden. Die Capilla de la Soledad beherbergt ein Museum mit Skulpturen und weiteren Objekten aus der Pfarrkirche und der Basílica del Castillo.
Die Pfarrkirche bewahrt ein von José de San Juan y Martín zwischen 1696 und 1703 geschaffenes churriguereskes Hauptaltarretabel sowie ein mit manieristischen Ornamenten versehenes Renaissance-Chorgestühl, das in den 1560er Jahren von Juan de Bayona und Nicolás de Berástegui geschaffen wurde. Zusammen mit Santa María de Olite und San Saturnino de Artajona gehört sie zu den frühesten Ensembles der sogenannten königlichen Gotik in Navarra, verbunden mit der Architektur des französischen Midi und Anpassungen der Bettelorden wie der Franziskaner. Miranda de Arga ist Teil der Ruta del Renacimiento in der Navarra Media, die von Tafalla, Larraga, Lerín, Mendigorría und Miranda de Arga getragen wird und das Renaissanceerbe vermitteln sowie Besuchern zugänglich machen soll. Von Pamplona, San Sebastián oder Frankreich führt die Zufahrt über die AP-15 bis Tafalla und anschließend über die NA-6140. Die gotische Brücke über den Arga hat acht Bögen mit spitzbogigen Öffnungen; sie bildet den wichtigsten Ein- und Ausgang, führt die aus Tafalla kommende Straße über den Fluss und erleichtert die Verbindung in Richtung Tafalla.
Auch der Veranstaltungskalender setzt markante Termine. Die Patronatsfeste beginnen am 23. August und dauern eine Woche; Rathaus und örtliche Vereine organisieren dabei Aktivitäten für Einwohner und Besucher. Das San-Benito-Fest wird an dem dem 21. März nächstgelegenen Wochenende gefeiert und füllt Miranda de Arga drei Tage lang mit Verkleidungen, Musik und verschiedenen Aktivitäten. Jeden dritten Sonntag im Juni werden traditionelle Berufe und Alltagsszenen nachgestellt, ergänzt durch einen Markt, Vorführungen alter Arbeiten, Straßenanimation und geführte Besichtigungen. Die ehemalige Kirche der Siedlung Cahués wurde später in eine Einsiedelei umgewandelt. Sie liegt auf einer Anhöhe mit schönen Ausblicken auf den Lauf des Flusses Arga und ist vom südlichen Ortsrand über den Weg durch den Barranco de San Juan zugänglich. Zum historischen Umfeld gehört außerdem La Mina, ein Bewässerungssystem, das Wasser aus dem Fluss zu den bewässerten Parzellen von Miranda de Arga leitet.
Weitere Ziele
Tudela, Navascués, Puente La Reina, Cizur Menor, Urdax, Aranarache, Sorlada, Mutilva Baja
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