Puente La Reina: Brücke, Kirchen und Pilgerwege
Unterkünfte in Puente La Reina
Puente La Reina verbindet Pilgergeschichte, Sakralbauten, die historische Calle Mayor, Wege und regionale Traditionen. Im Ortsbild und im Jahreslauf treffen romanische und gotische Formen, Feste, Märkte und eine regional geprägte Küche aufeinander. So zeigt der Ort mehrere Seiten spanischer Reisekultur, ohne sich auf eine einzige Sehenswürdigkeit oder ein einzelnes Ereignis zu beschränken.
Weitere Reiseziele: Villava, Ituren, Arribe, Berrioplano, Viana, Azagra.
Kultur und Geschichte
Die romanische Brücke von Puente la Reina misst 110 Meter und besitzt sieben Rundbögen; einer davon liegt unterirdisch. Die im 11. Jahrhundert errichtete Brücke erleichterte Pilgern auf dem Camino de Santiago nach dem Durchqueren der Rúa Mayor den Weg über den Río Arga.
Zur sakralen Architektur gehört die Iglesia del Crucifijo mit einem romanischen und einem gotischen Kirchenschiff. In ihr wird ein großes gotisches Kruzifix in Y-Form bewahrt. Die Iglesia de Santiago el Mayor wurde im 12. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert wiederaufgebaut. Sie besitzt ein monumentales Portal mit maurischen Einflüssen; im Inneren befinden sich gotische Skulpturen von Santiago Apóstol und San Bartolomé.
Die Iglesia de San Pedro verbindet romanische Strebepfeiler mit einem gotischen Kirchenschiff und beherbergt die Virgen del Txori. Auch die Calle Mayor in Puente la Reina ist eine historische Straße: Zu ihr gehören 213 Gebäude mit mittelalterlichen, renaissancezeitlichen und barocken Architekturelementen. Auf dem Paseo von Puente la Reina sind heute vier Türme der früheren Befestigungsanlage zu sehen. Das Convento de las Comendadoras del Sancti Spiritu wurde 1754 errichtet und besitzt Rokoko-Altaraufsätze. Kirchen, Straße, Befestigungstürme und Konvent verbinden damit unterschiedliche Bauformen und Epochen.
Unterwegs
Die Gemeinde Puente la Reina veröffentlicht die Wanderwege PR-NA205 und SL-NA316. Zusätzlich führt die Gemeinde zehn gesundheitsorientierte Spazierwege durch Puente la Reina/Gares auf. Der Camino de Santiago erreicht Puente la Reina von Roncesvalles oder Sangüesa aus.
Ein von der Gemeinde vorgeschlagener Rundgang durch Puente la Reina folgt dem Camino de Santiago von Osten nach Westen entlang der Calle Crucifijo und der Calle Mayor. Damit stehen sowohl veröffentlichte Wanderwege als auch eine innerörtliche Führung entlang des Pilgerwegs im Ort nebeneinander.
Feste und Märkte
Puente la Reina/Gares feiert seine Santiago-Patronatsfeste vom 24. bis 30. Juli mit Musik, Kuh-Encierros, Tanz und verschiedenen geplanten Veranstaltungen. Am letzten Septemberwochenende findet in Puente la Reina/Gares eine traditionelle Handwerksmesse mit Ständen entlang der Calle Mayor sowie ein traditioneller Layas-Wettlauf statt.
Zwischen September und dem Beginn des Dezembers findet in Puente la Reina ein traditioneller Paprikamarkt statt. Lokale Erzeuger verkaufen dort an der Campa de la Fundación Mena verschiedene Paprikasorten und andere typische landwirtschaftliche Erzeugnisse der Region.
Regionale Küche
Die lokale Gastronomie in Puente la Reina nutzt Erzeugnisse aus den Gärten von Campollano sowie traditionelle und modernisierte Rezepte. Marktgeschehen, landwirtschaftliche Produkte und Küche bilden damit einen eigenen Teil der örtlichen Traditionen neben den historischen Bauwerken und dem Camino de Santiago.
Anreise
Puente la Reina/Gares ist über die Autovía del Camino A-12 mit Pamplona und Logroño verbunden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.
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