Torrejón de Velasco: Burg, Kirchen und Fossilien
File:Tetralophodon longirostris skull - Batallones 2 fossil site, Torrejón de Velasco, Madrid, Spain.jpg
Foto: PePeEfe via Source, CC BY-SA 4.0
Burg, Kirchen und Spuren vergangener Zeiten
Torrejón de Velasco verbindet markante Bauwerke mit einer ungewöhnlichen paläontologischen Landschaft. Das Castillo de Puñonrostro hat einen rechteckigen Grundriss von 37 × 21 Metern und insgesamt zehn Türme. Zugleich ist es eine spätmittelalterliche Burg in Torrejón de Velasco aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier damit ein konkretes Bauwerk, dessen Dimensionen ebenso greifbar sind wie seine zeitliche Einordnung.
Auch das Castillo de Torrejón de Velasco steht für mehrere historische Schichten. Im Jahr 1775 wurden dort eine Seifenfabrik und eine Wollspinnerei eingerichtet. Während der frühen Neuzeit wurde das Castillo de Torrejón de Velasco außerdem vorübergehend als Gefängnis genutzt.
Die Iglesia de San Esteban Protomártir ist eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert und als Bien de Interés Cultural geschützt. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; zu den sichtbaren Bauelementen gehören Fassaden aus rotbraunem Ziegel, Mauerwerksfelder und Strebepfeiler. Die Ermita de San Nicasio ist die dem Schutzpatron von Torrejón de Velasco gewidmete Wallfahrtskapelle und bestand bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Fossilien, Feuchtgebiet und Naturraum
Eine besondere Dimension erhält Torrejón de Velasco durch das Cerro de los Batallones. Das Gebiet gilt wegen der Menge, Qualität und Vielfalt seiner Fossilien als eine der weltweit bedeutendsten Fossillagerstätten des Miozäns. Am Cerro de los Batallones lässt sich ein vor etwa 10 Millionen Jahren bestehendes Ökosystem rekonstruieren, zu dem ein großer Süßwassersee im zentralen Teil des Madrider Beckens gehörte. Das macht die Landschaft zu einem Ort, an dem Erdgeschichte und die Entwicklung einer längst vergangenen Umwelt zusammen betrachtet werden können.
Das Cerro de los Batallones ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie einer paläontologischen Zone geschützt und gehört zum Plan de Yacimientos Visitables der Comunidad de Madrid. Zusätzlich lebt im Castillo de Puñonrostro eine Kolonie von Rötelfalken (Falco naumanni) mit schätzungsweise rund 50 Brutpaaren. Die ungefähre Zahl bleibt dabei ebenso Teil des Bildes wie die Verbindung von historischem Gemäuer und Tierwelt.
Für Naturbeobachtungen steht außerdem das geschützte Feuchtgebiet Encharcamientos del arroyo Guatén im Naturraum von Torrejón de Velasco. Es ist 10 Hektar groß, botanisch und faunistisch bedeutsam und bietet die Möglichkeit, dort zu wandern und Vögel zu beobachten.
Prozessionen und Wege durch die Umgebung
Zu den San-Nicasio-Feierlichkeiten gehört eine Prozession, bei der der Schutzheilige von der Ermita de San Nicasio zur Iglesia de San Esteban Protomártir getragen wird. Neben der Ermita de San Isidro liegt die Fuente de la Teja aus dem Jahr 1898, die früher als Tränke für Vieh diente. Im Picknickbereich neben der Ermita de San Isidro wird die traditionelle Romería de San Isidro gefeiert.
Auch Radfahrende finden eine klar benannte Verbindung in der Umgebung: Ein sechs Kilometer langer Abschnitt von CiclaMadrid verbindet Torrejón de Velasco mit Cubas de la Sagra.
Weitere Orte im selben Umfeld: Pozuelo De Alarcón, Robledo De Chavela, El Molar, Miraflores De La Sierra, Casarrubuelos, Pinto, Húmera, Villaviciosa De Odón.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
