El Molar – Kirche, Weinkultur und Landschaften

Kultur und Geschichte

In El Molar steht mit der Iglesia Parroquial de la Asunción de Nuestra Señora ein Denkmal von kulturellem Interesse, auf Spanisch Bien de Interés Cultural (BIC). Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert als einschiffiger gotischer Tempel errichtet. In mehreren Bauphasen des 16. Jahrhunderts entstand daraus eine dreischiffige Kirche, ergänzt um eine Renaissance-Portikusgalerie.

Anfang Mai wird in El Molar die Fiesta de las Mayas gefeiert. Die Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, gilt als lebendig und ist ebenfalls als Bien de Interés Cultural anerkannt. Zu diesem Fest werden am Rathaus Altäre mit Blumen und Zweigen aufgestellt. In ihrer Mitte befindet sich der Sitzplatz der Maya; Frauen des örtlichen Vereins verteilen Brot, Süßigkeiten und Wein.

Zu den älteren Sakralbauten der Gemeinde gehört die Ermita de la Soledad. Die Kapelle gotischen Ursprungs gilt als älteste Kapelle von El Molar. In der Vega des Flusses Jarama steht die Ermita de Ntra. Sra. del Remolino. Ihr Neomudéjar-Stil verbindet Ziegel und Mauerwerk; im Inneren befindet sich das Bildnis der Virgen del Remolino, der Schutzpatronin und ewigen Bürgermeisterin von El Molar.

Wein und regionale Küche

Im März 2019 wurde die vierte Unterzone der D.O. Vinos de Madrid genehmigt. Sie trägt den Namen „El Molar“. Eine besondere Form dieser Weinkultur bewahren die Bodegas y Cuevas de El Molar: Unterirdische Gänge dienen der Herstellung und Lagerung des Weins von El Molar und gelten als eine der wenigen erhaltenen Darstellungen dieser Art in der Region Madrid.

Die Feria del Vino de El Molar findet in den Höhlen von La Torreta statt. Sie verbindet die lokale Weinkultur mit der historischen unterirdischen Landschaft, hat sich im regionalen Kultur- und Tourismuskalender etabliert und begrüßt pro Ausgabe mehr als 5.000 Menschen. Im Bereich der Bodegas de La Torreta gibt es außerdem ein über Jahre gewachsenes gastronomisches Angebot mit gegrilltem Fleisch und in El Molar erzeugten Naturweinen.

Landschaft

Die Gemeinde umfasst Sierra-, Campiña- und Vega-Landschaften, gehört zum Einzugsgebiet des Jarama und liegt westlich dieses Flusses. Der Pinar de la Corneja wurde 1949 auf dem Cerro de la Corneja eröffnet und ist mit frühen Aufforstungsbemühungen der Gemeinde verbunden. Auf seinem Gipfel steht die Ermita de San Isidro. Von dort aus bieten sich Ausblicke auf Madrid.

Die Ermita de San Isidro wurde 1896 vom Architekten Joaquín Kremel errichtet. Der Bau diente dazu, Gottesdienste für die Besucher des Balneario de la Fuente del Toro zu ermöglichen. Ebenfalls zur Landschaft von El Molar gehört die Falla de El Molar, ein klassisches geologisches Merkmal der Region Madrid, das bekannt und vielfach besucht ist.

Routen und Veranstaltungen

In El Molar gibt es Wander- und Fahrradrouten zu Los Pajares und Las Antiguas Fuentes. Eine Variante verbindet den Ort mit dem Radwegenetz CiclaMadrid. Der Anlaufpunkt für Radtouristen befindet sich im Polideportivo Municipal de El Molar an der Avda. de la Constitución s/n.

Der Weg „El Camino del Anillo“ ist 122 Kilometer lang und wird in sieben Tagen und sieben Nächten zurückgelegt. Bei der elften Ausgabe des Belén Viviente in El Molar dienten die Cuevas de „El Charcón“ als Schauplatz. Etwa 160 Freiwillige stellten in 21 Szenen die Gesellschaft, die Umgebung, Gebäude und Figuren aus der Zeit der Geburt Jesu sowie zentrale Ereignisse dieser Geburt dar.

Weitere Ziele: Daganzo De Arriba, Moralzarzal, Robledo De Chavela, Tielmes, Nuevo Baztán, Becerril De La Sierra, Somosaguas und Leganés.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

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