Santorcaz: Castillo de Torremocha und El Llano de la Horca
File:Santorcaz (Madrid) Iglesia de San Torcuato (RPS 26-07-2013).png
Foto: Raimundo Pastor via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es
El Llano de la Horca liegt auf einer etwa 14 Hektar großen, plateauartigen Anhöhe am oberen Ende eines Tals und bietet weite Ausblicke über die Hochebene der Alcarria. Am 2. Juni 2011 wurden El Llano de la Horca und sein Umfeld als archäologische Zone zum Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural, BIC) erklärt.
Weitere Reiseziele: Becerril De La Sierra, Cervera De Buitrago, Fuenlabrada, Canencia, Valdeolmos, Pinto, Lozoya und Manzanares El Real.
Geschichte
Das Castillo de Torremocha ist der einzige erhaltene Überrest des Befestigungsensembles, das einst Santorcaz umgab. Unter Erzbischof Pedro Tenorio wurde die herrschaftliche Residenz des Castillo de Torremocha Mitte des 14. Jahrhunderts umfassend zu einem Palast umgebaut. Ab dem späten 15. Jahrhundert nutzte das Erzbistum das Castillo de Torremocha als Gefängnis für Geistliche und in Ungnade gefallene Adlige. Die Nutzung als Gefängnis gehört zu der späteren Geschichte des Palasts und folgte auf seinen mittelalterlichen Ausbau.
Kultur
Die Kirche San Torcuato ist in die ehemalige Festung von Santorcaz integriert. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Renaissance-Hauptaltarretabel aus dem 16. Jahrhundert. Ergänzt wird der historische Bau durch eine neoklassizistische Vorhalle aus dem 18. Jahrhundert. Festungsanlage, Kirche und die erhaltenen Reste des Palasts stehen damit in einem engen baulichen Zusammenhang.
Historische Spuren
Die Restaurierung der Fuente del Caño Alto wurde 2022 abgeschlossen. Die Fuente del Caño Alto ist eine geschützte historische Brunnen-Tränke an einem Viehtriebweg, der Santorcaz mit Anchuelo verbindet. Ein Aussichtspunkt über den Resten des ehemaligen erzbischöflichen Palasts bietet einen Blick auf El Llano de la Horca; darunter sind die Reste eines befestigten Tors mit zwei flankierenden Türmen erhalten. Brunnen, Viehtriebweg, Aussichtspunkt und Torreste verbinden dabei unterschiedliche Zeugnisse der Ortsgeschichte mit der Landschaft der Alcarria.
Routen und Feste
Der Verlauf der befestigten Anlage von Santorcaz beim Castillo de Torremocha kann noch fast vollständig begangen werden; erhalten sind bis zu acht Türme unterschiedlicher Bauformen. Eine örtliche Route führt nach dem Überqueren des Arroyo de las Fuentes zum Cerro mit der Torrecilla beziehungsweise Atalaya Árabe und beim Abstieg an den Ruinen der Ermita de Orcalez sowie am alten Waschhaus vorbei. Die Wege berühren damit sowohl die Befestigungsreste als auch einzelne historische Bauwerke außerhalb des Castillos.
Die Romería zu Ehren der Virgen del Rocío wird seit 2011 zu Beginn des Sommers, meist am letzten Juniwochenende, gefeiert. Sie umfasst eine Prozession von der Pfarrkirche zur Ermita del Rocío und anschließend abendliche Gesangs- und Tanzaufführungen. Für El Llano de la Horca sind nach Abschluss der Ausgrabungsarbeiten jährlich stattfindende Tage der offenen Tür als Besuchsmöglichkeit vorgesehen.
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