Canencia: Historische Brücken, Feste und Puerto de Canencia

File:Canencia iglesia frente.JPG File:Canencia iglesia frente.JPG Foto: Cruccone via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Canencia verbindet historische Prägung und lebendige Bräuche mit einer vielseitigen Landschaft. Zwischen alten Brücken, kirchlicher Baukunst, Festen und dem Puerto de Canencia entsteht ein Reiseziel mit deutlich ländlichem und berggeprägtem Charakter.

Kultur

Die Puente Canto ist eine Brücke aus dem 14. oder 15. Jahrhundert über den Bach Canencia. Sie liegt 50 Meter vom Zusammenfluss der Bäche Canencia und Ortigal entfernt, besitzt zwei asymmetrische Bögen und einen Aussichtspunkt über dem größeren Bogen.

Die Puente Cadenas führt als schmale Brücke mit einem einzelnen, leicht zugespitzten Bogen über den Bach Canencia. In ihrer Nähe liegt eine alte Mühle, während üppige Ufervegetation das Umfeld prägt.

Die Puente de Matafrailes ist die vom Ortskern am weitesten entfernte Brücke von Canencia und wahrscheinlich mittelalterlichen Ursprungs. Sie wurde größtenteils aus Bruchsteinmauerwerk errichtet und besitzt eine einzige hohe Öffnung.

Die Pfarrkirche Santa María del Castillo ist ein gotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert und als von nationalem Interesse eingestuft. Nach den Schäden des Bürgerkriegs und der anschließenden Wiederherstellung weist sie heute ein rechteckiges Kirchenschiff, eine Hauptkapelle, eine seitliche Kapelle, eine Kanzel mit Mudéjar-Stuck und einen zweigeschossigen Turm auf.

Traditionen und Feste

In den ersten Augusttagen findet die Semana de Recuperación de Tradiciones statt. Sie belebt traditionelle Spiele wie Tauziehen, Bändertanz und das Taschentuchspiel wieder. Zur Veranstaltung gehören außerdem ein Markt mit regionalen Produkten und ein umfangreiches Aktivitätsprogramm, an dem örtliche Vereine und Einwohner von Canencia aktiv teilnehmen.

La Vaquilla wird am 20. Januar, dem Festtag des heiligen Sebastian, gefeiert. Jugendliche tragen dabei eine bekleidete Holzkonstruktion mit Hörnern und führen sie vor, während Figuren mit Schellen auftreten.

Die Fiesta del Hornazo findet am Ostermontag statt und verbindet eine Mahlzeit im Freien mit traditionellen Spielen.

In der zweiten Oktoberwoche folgen die Patronatsfeiern zu Ehren der Virgen del Castillo. Zum Programm gehören religiöse Veranstaltungen, Stierkampfveranstaltungen, Volkstänze und traditionelle Spiele.

Landschaft

Canencia liegt in einem kleinen, nach Norden ausgerichteten Tal, das vom gleichnamigen Bach durchquert wird. Der Bach ist ein Nebenfluss des Lozoya. Rund um den Ortskern wechseln sich Wiesen, Gemüsegärten und Weideland ab; in den höher gelegenen Gebieten kommen Eichenwälder und Bestände der Waldkiefer vor.

Der Puerto de Canencia ist ein 1.524 Meter hoher Pass in der Sierra de la Morcuera zwischen den Gemeinden Canencia und Miraflores de la Sierra. Das Naturgebiet ist von zahlreichen Waldkiefern geprägt. Zum Pass gehört das Erholungsgebiet Área Recreativa del Puerto de Canencia mit einem großen Parkplatz, einem Erholungsbereich und einer Quelle für den Aufenthalt in der Natur.

Für den Straßenradsport gilt der Puerto de Canencia als einer der klassischen Pässe in der Comunidad de Madrid.

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