Lozoya: Schutzlandschaften, Geschichte und aktive Erlebnisse
File:Arroyo del Aguilón, río Lozoya - 01.jpg
Foto: Carlos Delgado via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es
Naturraum mit klaren Schutzbezügen
Lozoya verbindet markante Landschaftsräume mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte. 1.266 Hektar von Lozoya liegen im Nationalpark Sierra de Guadarrama. Außerdem gehört Lozoya zur ZEC Cuenca del río Lozoya y Sierra Norte innerhalb des Natura-2000-Netzwerks. Diese beiden Schutzbezüge prägen den landschaftlichen Rahmen und bilden den Hintergrund für Naturerlebnisse, Wasseraktivitäten und Ausflüge zu historischen Schauplätzen.
Wasserlandschaft und besondere Wälder
Der 443 Hektar große Stausee von Pinilla liegt in Lozoya und Pinilla del Valle. Für ihn gelten mehrere sich überschneidende Schutzbestimmungen: die LIC/ZEC Cuenca del río Lozoya y Sierra Norte, die periphere Schutzzone des Nationalparks Sierra de Guadarrama und der Bewirtschaftungsplan für die natürlichen Ressourcen der Sierra de Guadarrama. So steht der See zugleich für Wasserlandschaft und für einen besonders klar gefassten Naturraum.
Eine eigene landschaftliche Prägung besitzt El Sabinar, ein besonderer Wald in Lozoya. Dort wächst Wacholder zusammen mit Steineichen. Der Wald unterscheidet sich dadurch landschaftlich von den umliegenden Eichen- und Kieferngebieten und setzt innerhalb der Naturkulisse einen eigenständigen Akzent.
Brücke, Kirche und historische Gebäude
Die Puente del Congosto ist eine mittelalterliche Brücke in Lozoya mit einer einzigen Öffnung und einem halbkreisförmigen Gewölbe. Sie liegt direkt auf dem Fels und wurde aus unbearbeiteten Steinen und Mauerwerk errichtet. Auch das Palacete Suárez de la Concha (Antiguo Convento) reicht weit in die Geschichte zurück: Es wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert in ein Kloster umgewandelt.
Die Pfarrkirche El Salvador in Lozoya stammt aus dem 16. Jahrhundert und weist gotische sowie platereske Elemente auf. Dazu gehören ein Kreuzrippengewölbe und ein platereskes Portal. Zusammen mit der Brücke und dem Palacete stehen damit unterschiedliche historische Bauformen nebeneinander, während El Sabinar und der Stausee den landschaftlichen Kontrast bilden.
Aktive Tage und gelebte Tradition
In Lozoya gibt es Angelbereiche am Fluss und am Stausee von Pinilla. Hinzu kommen Möglichkeiten für Kanufahrten, Mountainbiking, Orientierungslauf und Ausritte. Für die Verbindung zwischen Hauptstadt und Sierra hält die Buslinie 194 zwischen Madrid und Rascafría in Lozoya.
Zur örtlichen Tradition gehört die Wallfahrt zu Nuestra Señora de La Fuensanta, die jedes Jahr am letzten Maiwochenende stattfindet. Die Ermita de Nuestra Señora de La Fuensanta wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert errichtet, während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört und anschließend von der Dirección General de Regiones Devastadas wiederaufgebaut. In Lozoya befindet sich außerdem eine kürzlich restaurierte Quelle mit vier Ausläufen und einem großen rechteckigen Steinbecken, die auf das Jahr 1791 datiert ist.
Weitere Orte zur Orientierung: Vaciamadrid, Titulcia, Robledillo De La Jara, Aravaca, La Estación, Navas Del Rey, Húmera und San Fernando De Henares.
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