La Cabrera zwischen Sierra, Kultur und Archäologie
La Cabrera bietet eine Landschaft aus Granitbergen und von Bächen durchzogenen Tälern. Zwischen Steineichen, Eichen und Eschen kommen auch besondere Arten wie Korkeichen und Erdbeerbäume vor. Dazu führen die Route Sierra de La Cabrera und die Rundroute „Ecosistemas vivos“ durch die abwechslungsreichen Landschaften der Sierra.
Natur und Wanderrouten
Die Route Sierra de La Cabrera beginnt an der Avenida de La Cabrera neben dem Centro de Iniciativas Turísticas Villa San Roque in La Cabrera. Die Rundroute „Ecosistemas vivos“ führt durch verschiedene Ökosysteme und geologische Formationen der Sierra de La Cabrera. Zu ihren Besonderheiten gehören kleine temporäre Tümpel in Granitaufschlüssen der Dehesa.
Auf dem Höhenzug der Sierra de La Cabrera befindet sich die zweitgrößte Kolonie von Gänsegeiern in der Autonomen Gemeinschaft Madrid.
Kultur und Gegenwart
Das Centro Comarcal de Humanidades Sierra Norte veranstaltet Theater-, Musik- und Tanzaufführungen, zeigt Filme und nimmt Aktivitäten im Rahmen regionaler Festivals auf. Das Zentrum beherbergt außerdem das kleine Museum Gabinete Artístico La Cabrera mit den Sammlungen von Carlos Manzanares und Mario Solana.
Im Zentrum von La Cabrera steht die Iglesia de la Inmaculada Concepción, eine Granitkirche mit einem Mittelschiff, einer Sakristei und einem Glockenturm mit Uhr. Das Hauptschiff stammt bis zum Steinbogen aus dem 16. Jahrhundert, das Presbyterium aus dem 18. Jahrhundert.
Das Convento-Monasterio de San Julián y San Antonio kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden und bietet das ganze Jahr über liturgische Feiern.
Archäologische Spuren
Das Castro von Cerro de La Cabeza steht mit einer der frühesten Siedlungen in La Cabrera in Verbindung. Noch vorhanden sind Reste von Befestigungsanlagen sowie visigotische Keramikmaterialien.
La Cabrera wurde 1989 als Kulturgut von besonderem Interesse in der Kategorie Archäologische Zone ausgewiesen, weil die Gemeinde vier Siedlungsmodelle aus unterschiedlichen historischen Epochen vereint.
Ein Bestattungskomplex umfasst eine kleine Nekropole mit zehn Gräbern. Neun davon sind als Kistengräber in das 7. Jahrhundert datiert. Das zehnte Grab ist als „Tumba del Moro“ bekannt und wird in die Zeit zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert datiert.
Ziele im Umfeld
In der Umgebung von La Cabrera liegen die Ruine Atalaya de Venturada sowie die Gipfel Mondalindo, Gratera, Cabeza de Arcón und Cabeza de la Braña. San Pedro Apóstol und die Parroquia Nuestra Señora de la Asunción sind Kirchen in der Umgebung von La Cabrera. Im weiteren regionalen Umfeld befindet sich außerdem das Acueducto de la Retuerta, eine antike Stätte.
Weitere Orte
Weitere Orte auf derselben übergeordneten Ebene sind Valdelaguna, Rozas De Puerto Real, Torremocha De Jarama, Paracuellos De Jarama, Aravaca, Griñón und Alcorcón.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.
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