Paracuellos de Jarama: Natur, Wege und Ortsgeschichte
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Foto: 19Tarrestnom65 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In Paracuellos de Jarama liegt der Monte El Calderillo, der größte Pinienwald der Gemeinde; er umfasst mehr als 50 Hektar. Zu den Feuchtgebieten von besonderem Interesse gehören die Lagunas de Belvis, die von der Comunidad de Madrid entsprechend eingestuft sind.
Zu den weiteren Orten gehören Peralejo, Brunete, Santo Domingo, Rascafría, Humanes De Madrid, Villa Del Prado, Cercedilla und Valdilecha.
Wandern
Die Route PR-M 45 El Pinar de los Berrocales ist ein 3,5 Kilometer langer Rundweg mit einer geschätzten Gehzeit von einer Stunde. Vom Gipfel bietet sich ein Blick auf den Pinienhain von Los Berrocales, die Uferlandschaft des Jarama und Madrid. An dieser Route ist außerdem der Bunker de la Boca de las Zorras als landschaftlicher und historischer Anziehungspunkt ausgewiesen.
Das 2025 gestartete Programm „Marchas de los Senderos de Paracuellos“ organisiert vierteljährlich geführte Wanderungen. Die Route PR-M 44 Lavadero y Guindaleras beginnt an der Plaza de San Pedro in Paracuellos de Jarama. Damit stehen neben dem Rundweg durch El Pinar de los Berrocales auch geführte Wanderungen und ein weiterer Weg mit innerörtlichem Ausgangspunkt im Ortsbild.
Natur
Die Route PR-M 41 Lagunas y Belvis de Jarama beginnt auf dem Viehweg Camino de la Veguilla nahe dem Kreisverkehr an der Einmündung in die Straße M-111 bei Kilometer 8,2, gegenüber der Urbanización El Picón II in Paracuellos de Jarama. Sie ist ein Rundweg über 6,3 Kilometer mit einer geschätzten Gehzeit von 1 Stunde und 25 Minuten und führt abschnittsweise durch die geschützte Uferzone des Jarama.
Der Komplex Lagunas de Belvis umfasst 25 Becken mit insgesamt 54,4 Hektar, davon 3,9 Hektar Feuchtgebietsfläche. Von der Route PR-M 41 führt ein Abzweig zu einem Beobachtungsbereich an den Lagunas de Belvis. Die Route endet kurz vor dem Eingang zum Parque Colonos in Belvis de Jarama; in Belvis kann das Museo Etnológico besucht werden.
Geschichte
Der ursprüngliche Siedlungskern von Paracuellos entstand an den Hängen des Castillo de Malsobaco. Das Castillo de Malsobaco war eine schlichte Befestigungsanlage mit einem einzigen Turm, die eine kleine Garnison zur Verteidigung der Umgebung beherbergte.
Der Palacio de Medinaceli wurde im Zuge des kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwungs von Paracuellos in der Frühen Neuzeit dank des Vermögens der Familie Pardo-de la Cerda errichtet. Das historische Waschhaus von Paracuellos wurde bis in die 1980er-Jahre genutzt und später gemeinsam mit der Fuente Seca von der Gemeinde saniert.
Kultur
An der Plaza de la Constitución steht die Iglesia de San Vicente Mártir, die zugänglich ist. In Paracuellos besteht außerdem die Tradition des Corpus Christi fort: Zu diesem Anlass werden Altäre in den Straßen aufgestellt.
Das Museo de Usos y Costumbres Etnográficas de Belvis (MUCEB) wurde 1995 in einem ehemaligen ländlichen Wohnhaus eingerichtet und umfasst von den Einwohnern gespendete Gegenstände. So stehen in Paracuellos de Jarama sakrale Tradition, dörfliche Alltagsgeschichte, frühneuzeitliche Baugeschichte und die Landschaft am Jarama nebeneinander.
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