Getafe entdecken: Kultur, Geschichte und Landschaft

File:A4, Getafe, 2016 (09).jpg File:A4, Getafe, 2016 (09).jpg Foto: Draceane via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Getafe zeigt seine Geschichte an ungewöhnlichen Orten: Die Catedral de La Magdalena entstand auf dem Grund einer abgerissenen Mudéjar-Einsiedelei, eine römische Villa gehört zu den wenigen Beispielen ihrer Art in der Comunidad de Madrid, und ein ehemaliges Gefängnis beherbergt heute eine Bibliothek. Dazu kommen Kulturveranstaltungen, eine lineare Route durch die Landschaft und der Parque de La Alhóndiga.

Kultur und Geschichte

Die Baugeschichte der Catedral de La Magdalena reicht bis ins Jahr 1549 zurück. Damals wurde die Mudéjar-Einsiedelei Santa María Magdalena abgerissen; auf ihrem Grund begann der Bau der heutigen Catedral de La Magdalena. Entworfen wurde die Kathedrale vom Architekten Alonso de Covarrubias.

Das Hospitalillo de San José wurde 1529 gegründet. Das zweigeschossige Gebäude ist um einen Innenhof mit Kreuzgang angeordnet. Heute finden dort öffentliche Veranstaltungen statt, die von der Stadtverwaltung Getafe organisiert werden. Sakralbau, historische Fürsorge und heutiges Kulturleben liegen hier in einem konkreten Bauwerk zusammen.

Auf dem Cerro de los Ángeles stehen das Nationaldenkmal des Heiligsten Herzens Jesu und direkt daneben die Ermita de la Virgen de los Ángeles. Auf dem Cerro werden außerdem touristische Besichtigungen angeboten.

In Perales del Río in Getafe liegt die römische Villa La Torrecilla. Sie ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Archäologische Zone eingestuft. Die Villa ist um einen Innenhof beziehungsweise ein Peristyl angeordnet und gehört zu den wenigen Beispielen dieses Typs in der Comunidad de Madrid.

Das ehemalige Gefängnis Real Cárcel ist heute die Biblioteca Ricardo de la Vega; das Erdgeschoss diente früher als Gefängnis, während das Obergeschoss als Getreidespeicher genutzt wurde.

Kulturprogramm

Das Teatro Auditorio Federico García Lorca verfügt über 700 Sitzplätze. Sie verteilen sich auf das Parkett, zwei Ränge und zwei Amphitheater. Im Haus finden Theateraufführungen, Musicals und andere öffentliche Veranstaltungen statt. Errichtet wurde das Teatro Auditorio auf dem Gelände einer Mehlfabrik aus dem Jahr 1920. Nachdem deren Betrieb 1950 eingestellt worden war, wurde die Fabrik von der Stadtverwaltung Getafe erworben.

Auch der Parque de La Alhóndiga ist ein Veranstaltungsort: „Verano en el lago“ ist ein jeden Sommer stattfindendes Kulturprogramm des Parks. Seen, eine Freiluftbühne, ein besonderer Kinderbereich, Sportelemente im Freien und Spazierwege gehören ebenfalls zum Parque de La Alhóndiga.

Landschaft und Wege

Die lineare Route RL4 des Arco Verde verbindet das Umfeld des Soto de las Juntas mit Perales del Río in Getafe. Sie verläuft durch eine Landschaft mit Gipsabbrüchen, ehemaligen Schützengräben aus dem Bürgerkrieg und dem historischen Canal del Manzanares. Landschaft, Archäologie und erinnerte Geschichte begegnen sich entlang dieser Route in einer gemeinsamen Strecke.

Öffentlicher Verkehr

Getafe wird von der Metrolinie 12 Metrosur bedient.

Weitere Orte: Robregordo, Valdeolmos, El Escorial, Villafranca del Castillo, Santorcaz, Puebla de la Sierra, Braojos, Pozuelo De Alarcón

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

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