El Escorial: Kulturgeschichte und Wege durch die Landschaft

File:Monasterio de El Escorial en Madrid.jpg File:Monasterio de El Escorial en Madrid.jpg Foto: Zvonimir Stamenov via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

El Escorial verbindet Kirchen- und Baugeschichte mit Wegen durch die Landschaft. Das Spektrum reicht von historischen Gebäuden und einer Trockenmauer bis zu einem verlassenen Dorf, Gartenanlagen und Routen.

Kultur und Geschichte

Die Iglesia de San Bernabé gehört zu El Escorial. Sie wurde gegen Ende der Regierungszeit von Felipe II. in Auftrag gegeben und 1986 zum Bien de Interés Cultural erklärt.

Das Monasterio de Prestado befindet sich in dem Gebäude, das fast ein Jahrzehnt lang als Haus von Felipe II. diente. Die Casita del Príncipe wurde von Carlos III. und Juan de Villanueva für Carlos IV. errichtet, als dieser Fürst von Asturien war. Ihr Gelände umfasst 47 Hektar. Haus, Casita und Gelände verbinden Nutzungsgeschichte und Architektur. In El Escorial treffen damit ein früheres königliches Wohnhaus, ein fürstlicher Bau und ein weitläufiges Gelände aufeinander; Architektur und Nutzungsgeschichte bleiben an denselben Orten miteinander verbunden.

Navalquejigo entstand im 13. Jahrhundert. Heute ist Navalquejigo ein verlassenes Dorf, das unter dem Schutz seiner Kirchenfestung steht. Die Cerca Histórica ist eine von Felipe II. errichtete Trockenmauer. Die Casa Miñana beherbergt heute das Ausstellungszentrum Castilla. Bei La Granjilla wurde der Parque de La Fresneda von Felipe II. als persönlicher Erholungs- und Rückzugsort angelegt. Dorf, Mauer, Ausstellung und Park stehen für verschiedene Formen von Geschichte und Erhalt.

Für kulturgeschichtlich Interessierte verbinden sich in El Escorial die Iglesia de San Bernabé und das Monasterio de Prestado mit sakraler Baugeschichte und königlicher Nutzung.

Landschaft

Die Ruta de la Rivera del Batán ist ein 4 km langer Rundweg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt in El Escorial und führt in die Nähe des Ufers des Baches Batán im Tal des Flusses Aulencia. Im Frühling wachsen dort Pfingstrosen, Narzissen und Affodillen. Die Ruta de los Miradores de El Escorial ist ein 15 km langer Rundweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und führt bis zur Calzada Romana. Die Ruta de las Canteras de Peralejo führt zu einem noch aktiven Steinbruch in Peralejo, an dem Besucher die Gesteinsschnitte beobachten können. Bachufer im Aulencia-Tal, Calzada Romana und Steinbruch bilden unterschiedliche Landschaftsbilder.

Für Natur- und Aktivinteressierte stehen in El Escorial die Ruta de la Rivera del Batán und die Ruta de los Miradores für zwei verschiedene Landschaftsthemen.

Weitere Reiseziele sind Coslada, Boadilla Del Monte, Lozoya, Gargantilla Del Lozoya, Moraleja De Enmedio, Valdemanco, San Martín De La Vega und Santorcaz.

Unterwegs

Die Ruta El Escorial a Villalba eignet sich zum Radfahren. Sie verbindet El Escorial mit dem Bahnhof Las Zorreras-Navalquejigo; die Rückfahrt erfolgt mit dem Zug. RENFE Cercanías bietet eine städtische Besichtigungsroute zu den bedeutendsten Denkmälern von El Escorial und San Lorenzo de El Escorial sowie deren Umgebung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

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