Marçà zwischen Wein, Geschichte und Wanderwegen
File:Marçà, Tarragona, Spain - panoramio (1).jpg
Foto: Вова Горбачевский via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Museum und Kirche
Marçà verbindet markante Kulturorte mit Wegen in die Landschaft. Das Museum ist den Bildhauern Marçà-Gine und Lula Pérez gewidmet. Im dritten Stock zeigt es archäologische Überreste, die Einwohner in der Umgebung gefunden haben, sowie Gemälde des aus Marçà stammenden Malers Josep Sancho i Piqué, der 1959 starb.
Die Kirche Santa Maria ist neoklassizistisch und weist barocke Elemente auf; sie stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ihr Glockenturm von 1930 beherbergt vier Uhren. Damit bietet Santa Maria ein konkretes Beispiel für die Verbindung verschiedener Bauzeiten, während das Museum den Blick auf lokale Bildhauerei, Malerei und archäologische Funde lenkt.
Hügel, Wege und Ausblicke
La Miloquera ist ein kleiner Hügel mit vertikalen Schächten von mehr als 100 m Tiefe und großer speläologischer Bedeutung. Der Calvari-Weg eignet sich zum Spazierengehen und führt zu dieser Anhöhe, auf der sich Burgruinen und ein Aussichtspunkt befinden. Für einen kurzen Landschaftseindruck und für historische Beobachtungen liegen hier zwei unterschiedliche Schwerpunkte auf demselben Weg.
La Carrerada de les Taules ist eine alte, hauptsächlich für den Viehtrieb angelegte Verkehrsverbindung. Erhaltene Begrenzungsmauern sind noch sichtbar, und bei klarer Sicht bieten sich weite Ausblicke. Die mittelschwere Route über 10,00 km weist 422 m Höhenunterschied auf und dauert 3 Stunden und 50 Minuten. Die Angaben zu Länge, Höhenunterschied und Dauer erleichtern die Einordnung eines Wandertags, ohne den historischen Charakter des Weges in den Hintergrund zu rücken.
La Pallissa ist ein kleines natürliches, von roter Erde geprägtes Becken im Einzugsgebiet des Bachs Riera de Marçà. Der Ort eignet sich zum Essen und ist Ausgangspunkt für Ausflüge. Im Waldgebiet Mas del Magrinyà liegt außerdem die Font dels Tres Batlles, 2,5 km vom Ort entfernt; auch dort eignet sich die Umgebung zum Spazierengehen.
Feste und regionale Geschmäcker
Zum Hauptdorffest von Marçà am 15. August gehört der Espígol. Dabei ziehen Kinder durch die Straßen und werfen Lavendel. Am 26. Dezember werden in der Kirche die Completes gesungen, ein sehr altes Ritual aus dem 15. Jahrhundert. Beide Bräuche geben dem Jahreslauf des Ortes einen eigenen kulturellen Rhythmus.
Marçà ist Ausgangspunkt von vier Radtouren, die den Ort mit Falset, Bellmunt und Capçanes verbinden. Für die Anreise verfügt Marçà über einen unbesetzten Bahnhof an der Bahnstrecke Madrid–Barcelona, den sich der Ort mit Falset teilt. Beim Wein setzt Acústic Celler auf traditionellen, überwiegend ökologisch bewirtschafteten Weinbau und alte Rebstöcke der Sorten Garnatxa und Carinyena. Das Weingut bietet Besichtigungen des Weinguts und der Weinberge sowie Weinproben und Verkostungen an.
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