Salomó – Gaià-Landschaft und Kulturerbe

File:Cases Consistorials (Salomó).jpg File:Cases Consistorials (Salomó).jpg Foto: Darth vader 92 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur und Geschichte

Der Ball del Sant Crist verbindet eine lokale Legende mit der Theaterform des gesprochenen Tanzspiels. Eine solche Aufführung lässt sich wahrscheinlich bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückdatieren.

Die Cova del Vergerars, auch Cova Fonda genannt, enthält Funde aus Stein, Knochen, Metall und Keramik, die in das dritte und zweite Jahrtausend v. Chr. datiert werden. Die beiden Namen gehören zu derselben Höhle.

Von der romanischen Kirche Santa Maria de Salomó sind das ursprüngliche Portal und die ursprünglichen Fenster sowie einige ornamentale Elemente in der Eingangsfassade erhalten. Ein romanisches Relief an Santa Maria zeigt eine von Lanzen flankierte Burg sowie zwei in Kreise eingeschriebene Malteserkreuze. Der Glockenturm von Santa Maria ist ein schlanker, polygonaler Bau aus der Barockzeit mit zwei Geschossen. An Santa Maria stehen damit romanische und barocke Elemente nebeneinander.

Die Kapelle des Sant Crist hat einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes und ist mit einer halbkugelförmigen Kuppel, einem Tambour und einer Laterne bedeckt.

Landschaft und Wege

Der Fluss Gaià bildet zwischen Wäldern und Bergen spektakuläre Mäander im Gebiet von Salomó. Die Fluss-, Wald- und Berglandschaften von Salomó weisen vielfältige Pflanzengesellschaften und Tierarten auf. Flusslauf, Wald und Berglandschaft treten hier gemeinsam als unterschiedliche Naturformen auf.

Die Wege und Pfade von Salomó werden besonders für Wanderer empfohlen. Die ungefähr 4 km lange Ruta Saludable verläuft durch das Gemeindegebiet von Salomó und bildet einen Rundweg in Form einer Acht, der in Salomó beginnt.

Historische Bauwerke

Cal Cadernal ist ein Renaissancegebäude an der Carrer de Josep Nin in Salomó. Es umfasst einen quadratischen Turm, der seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert ist und ein Walmdach trägt. Cal Cadernal gehörte der Familie Nin, einem Rittergeschlecht, das im 17. Jahrhundert großen Einfluss und große Macht besaß.

Das Hauptgebäude von La Polla-rossa besitzt ein rundbogiges Portal mit Keilsteinen; auf dem Schlussstein ist die Jahreszahl 1596 eingraviert. Das Hauptgebäude von Mas Boronat besitzt ein großes, rundbogiges Portal mit Keilsteinen und der Jahreszahl 1674.

Das Rathaus- und ehemalige Schulgebäude von Salomó wurde nach einem 1924 von Cèsar Martinell entworfenen Projekt errichtet. Die Ausführung wich vom ursprünglichen Entwurf ab; 1926 wurde das Gebäude eingeweiht. Die historischen Bauten reichen dabei vom Sakralbau bis zum Rathaus.

Besichtigung und Anreise

In Salomó wird eine geführte Besichtigung des Kulturerbes angeboten. Sie umfasst die Kapelle des Sant Crist und die Casa Pairal de Cal Cadernal; dabei werden der bildnerische und der bildhauerische Reichtum der Kapelle des Sant Crist erläutert.

Aus dem Landesinneren ist Salomó über die C-51 oder die AP-2 erreichbar, von der Küste aus über die N-340 oder die AP-7. In Salomó gibt es einen Bahnhof und einen Busverkehr.

Weitere Orte sind Vimbodí, Montblanc, El Perelló, Albarca, Deltebre, Sant Salvador, Ulldemolins und La Galera.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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