Siurana: Kirche, Castillo und Wege im Priorat

File:Cornudella de Montsant, vista de la población desde Siurana.jpg File:Cornudella de Montsant, vista de la población desde Siurana.jpg Foto: Malopez 21 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Romanische Baukunst, eine ehemalige Festung, ein legendärer Felsrand und historische Wege prägen Siurana. Hinzu kommen Ausblicke auf Bergketten, den Stausee und den Landschaftsraum Priorat. Die einzelnen Ziele geben dem Ort ein unverwechselbares Profil zwischen Geschichte, Wegen und felsiger Landschaft.

Romanische Architektur und Festungsgeschichte

Die Iglesia de Santa Maria ist ein vollständig erhaltenes romanisches Gebäude, das zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurde. Ihr Portal besitzt ein figürlich gestaltetes Tympanon, das von drei Rundbogenarkaden eingefasst wird. Diese ruhen auf Säulen mit verzierten Kapitellen. Am Eingang treten dadurch Tympanon, Arkaden, Säulen und Kapitelle als klar gegliederte architektonische Elemente hervor.

Das Castillo Árabe in Siurana war ein militärischer „hisn“, der etwa im 9. Jahrhundert als Kontrollzentrum errichtet wurde. Seine Umgrenzung und die Wehrtürme sind nach einer ersten Sanierungsphase deutlich erkennbar. Eine anders gelagerte historische Spur führt zum Salto de la Reina Mora. Diese Klippe ist mit der Legende von Abdelazia verbunden; am Rand des Abgrunds ist ein tiefer Hufeisenabdruck im Fels zu sehen. So stehen an diesem Ort die Geschichte der Festung und die überlieferte Erzählung rund um den Felsrand nebeneinander.

Historische Wege und besondere Erlebnisse

Die Wanderung „Recuerdos de princesas y guerreros“ beginnt neben den Burgruinen und folgt historischen Zugangswegen bis zur alten Route zwischen Cornudella und Siurana. Dabei führt die benannte Strecke von den Ruinen zu einem überlieferten Wegabschnitt zwischen den beiden Orten.

Ein geführter Sommerbesuch bei Sonnenuntergang verbindet die Geschichte und Legenden von Siurana mit einer Verkostung von Süßwein und Musiker-Dessert. Historische Erzählung, der Zeitpunkt bei Sonnenuntergang und die kulinarische Verkostung gehören bei diesem beschriebenen Besuch zu einem gemeinsamen Format.

Bergblicke, Fels und Wasser

Von Siurana aus bieten sich Ausblicke auf die Sierra de Montsant, die Gritella und die Montañas de Prades. Der Weg „Els miralls de la muntanya“ bietet Ausblicke auf den Stausee von Siurana (El pantà de Siurana), den Montsant und diesen Teil des Priorat. Damit lassen sich von Siurana aus sowohl Bergziele als auch Wasser und der Landschaftsraum Priorat in den Blick nehmen.

In Siurana und seiner Umgebung gibt es mehr als 1.700 Kletterrouten, die auf verschiedene Sektoren verteilt sind. Auch auf dem genannten Stausee ist die Nutzung klar gefasst: Dort darf nur mit nicht motorisierten Booten gefahren werden. Der Zugang vom Parkplatz am Castillo zur Badestelle Toll de la Palla führt über den Camino de la Trona, der als PR-C7 markiert ist. Die genannten Routen, Boote und der markierte Zugang zur Badestelle ergänzen die historischen Ziele um konkrete Landschaftsbezüge.

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