Peñausende zwischen Burgspuren und Vía de la Plata

File:Peñausende 2012 iglesia.JPG File:Peñausende 2012 iglesia.JPG Foto: Roinpa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kultur

Die Überreste der Burg des Santiagoordens sind in Peñausende erhalten. Menschliche Siedlungen reichen in Peñausende bis in die Vorgeschichte zurück. In der Gegend von Peñausende entstanden in der Römerzeit die ersten Gemeinschaften von einiger Größe. Für Kulturinteressierte umfasst Peñausende damit die Themen Siedlungsgeschichte, Burgreste und historische Ortsarchitektur. Vorgeschichte, römische Zeit und die Burgreste bilden dabei mehrere historische Ebenen, während San Martín de Tours mit Granitquadern, Bögen und Kragsteinen einen eigenständigen architektonischen Schwerpunkt setzt.

Die Kirche San Martín de Tours liegt im höchsten Teil des Ortskerns von Peñausende, am nördlichen Rand, unmittelbar am Fuß des Geländes, auf dem sich früher die Burg befand. Sie ist ein Bau aus Granitquadern mit quadratischem Chorabschluss und einem einschiffigen Langhaus. Drei große rundbogige Scheidbögen gliedern das Langhaus in vier Abschnitte. An der Rückseite der Südwand ist das originale Quadermauerwerk bis zur Höhe der Traufe erhalten. Dort befinden sich acht zugeschnittene Kragsteine sowie ein weiterer vollständiger Kragstein mit einem zentralen Wulst, der von Viertelstäben flankiert wird. So verbinden sich an San Martín de Tours Raumgliederung, Baumaterial und fein ausgearbeitete Einzelteile.

Auf dem Gipfel von El Castillo befindet sich eine große, heute fast von Vegetation bedeckte Senke, die als Pozairón gedeutet wird. Mehrere flankierende Granitsteine mit kleinen Vertiefungen werden von einigen Autoren als mögliches Felsheiligtum interpretiert. Die Senke und die bearbeiteten Steine geben dem Gipfel von El Castillo eine eigene historische und archäologische Lesart.

Wege und Landschaft

Die Calzada de Peñausende (ZA-305) ist ein Abschnitt der Vía de la Plata. Sie verbindet Peñausende mit der Provinzhauptstadt Zamora und in entgegengesetzter Richtung mit Ledesma in der benachbarten Provinz Salamanca. Eine historische Verkehrsroute steht hier neben Wegen und Pfaden, auf denen man in Peñausende spazieren kann.

Diese Wege und Pfade sind beidseits von rustikalen Mauern der für die Sayago-Region typischen Flurparzellen begrenzt. Zur Landschaft an den Spazierwegen gehören jahrhundertealte Steineichen. Rustikale Mauern, Flurparzellen und alte Steineichen bilden dabei die konkreten Landschaftselemente rund um die Spazierwege. Für Landschaftsinteressierte stehen an der Calzada de Peñausende, an den Mauern und bei den Steineichen drei konkrete Motive nebeneinander: Verkehrsroute, Parzellenstruktur und gewachsene Landschaft.

Kulinarisches

Peñausende gehört zum derzeit geltenden geografischen Gebiet der Herkunftsbezeichnung Tierra del Vino de Zamora. Der Ort verfügt außerdem über eine bemerkenswerte historische Weinbautradition. Zu den traditionellen Tapas in Peñausende gehören Mollejas, Cachuelas, Morunos, Pulpo und Crestas. Weintradition und Tapas bilden zwei eigenständige Seiten des kulinarischen Profils von Peñausende. Für kulinarisch Interessierte stehen Tierra del Vino de Zamora und die traditionellen Tapas damit für zwei unterschiedliche Zugänge zur örtlichen Esskultur.

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Weitere Ziele

Weitere Ziele: Castrillo de la Guareña, Peleagonzalo, San Vitero, San Cristóbal De Entreviñas, Galende, Vecilla De La Polvorosa, Villar Del Buey, Ricobayo.

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