Peleagonzalo – Landschaft, Wein und Geschichte
Peleagonzalo vereint Landschaft, Weinkeller sowie Kirchen- und Kriegsgeschichte. Der Ort liegt am Fuß eines Hügels, der vom Monte San Miguel gekrönt wird, und etwa 1 Kilometer vom linken Ufer des Duero entfernt.
Landschaft und Wege
An den Hängen der Berge und in der Vega bis zum Duero verbindet die Landschaft von Peleagonzalo bewässerte Nutzflächen, Trockenland und Buschland. Nach der Durchquerung des östlichen Ortsrandes steigt der Weg durch ein kleines Tal mit Steineichen und Zistrosen an; rechts liegen die Weinkeller von Peleagonzalo. Damit stehen auf dieser Wegpassage Geländeform, Vegetation und die örtlichen Weinkeller in einem gemeinsamen Bild.
Etappe 18 des Camino Natural Duero–Toro–Zamora biegt auf den Camino de San Miguel ab und führt in Richtung Peleagonzalo. Der Ort erscheint hier als Teil einer ausgeschilderten Wegführung, deren Verlauf durch Tal, Berghänge und das Umfeld des Duero geprägt ist.
Geschichte und Kirche
Die Schlacht von Toro wurde in dieser Gegend während des kastilischen Erbfolgekriegs zwischen den Truppen von Isabel la Católica und Juana la Beltraneja ausgetragen. Sie war entscheidend für den späteren Sieg der isabelinischen Partei. In der Schlucht von Castroquemado wurde am 1. März 1476 außerdem die Schlacht von Peleagonzalo ausgetragen.
Die heutige Iglesia de San Miguel Arcángel wurde 1901–1902 entworfen und ersetzte die frühere Renaissancekirche. Die neue Pfarrkirche San Miguel Arcángel wurde am 25. Februar 1906 eingeweiht. Kirchenbau und Ortsgeschichte stehen damit für unterschiedliche historische Etappen in Peleagonzalo.
Nach der nahezu vollständigen Zerstörung des Ortes am 28. Dezember 1860 wurde das neue Peleagonzalo an der Flanke des Monte San Benito errichtet und am 29. September 1862 offiziell eingeweiht. Der heutige Ort ist somit auch mit einem klar datierten Neuaufbau verbunden.
Feste und lokale Besonderheiten
Jedes Jahr am 29. September feiert Peleagonzalo das Patronatsfest zu Ehren von San Miguel Arcángel. Am 9. Mai veranstaltet Peleagonzalo die Wallfahrt zu San Gregorio Nacianceno zur Fuente del Soto. Beide Veranstaltungen gehören zu den regelmäßig wiederkehrenden religiösen Terminen des Ortes.
In Peleagonzalo gibt es zahlreiche Weinkeller, in denen die Einwohner des Ortes erzeugte Weine lagern. Zusammen mit den am Weg liegenden Weinkellern gehört der Wein auch als konkretes Element zum Ortsbild.
Duero-Route
Die Etappe Toro–Villaralbo der Duero-Route ist als Flussfahrtstrecke ausgewiesen und 35 Kilometer lang. Ihre Einstiegsstelle erreicht man von der N-122 aus über die Straße in Richtung Peleagonzalo und anschließend über einen unbefestigten Weg zu einem Picknickplatz und den Anlagen des Club Piragua 5 Pilares.
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