Yanguas zwischen Geschichte und Landschaft
Yanguas zwischen Geschichte und Landschaft
Yanguas verbindet ein historisches Ensemble mit sakraler Kunst, einer eigenen Festtradition und markanten Landschaftsräumen. Ein ungewöhnlicher Akzent liegt bei den Fundstätten von Majadal de Yanguas: Dort wurden ausnahmsweise Fußabdrücke von Sauropoden festgestellt, also von großen pflanzenfressenden Dinosauriern. Die Fundstätten ergänzen die historische und sakrale Seite des Ortes um einen naturkundlichen Akzent. Für naturgeschichtlich Interessierte setzt die Fundstelle damit einen eigenen Akzent in Yanguas.
Historisches Ensemble und Castillo de Yangüas
Das historische Ensemble von Yanguas wurde 1993 als Bien de Interés Cultural (BIC) in der Kategorie „Conjunto Histórico“ eingestuft. Das Castillo de Yangüas ist eine maurische Befestigungsanlage aus Stampflehm mit Mörtel und Kalk; vier Türme flankieren sie. Im Viertel Villa Vieja befindet sich die Iglesia Santa María de Yangüas. Die gotische Kirche mit Querhaus und drei Schiffen wurde im 16. Jahrhundert fertiggestellt.
Sakrale Kunst in Kirche und Museum
Die Iglesia Santa María de Yangüas bewahrt drei Retabel. Im Museo de Arte Sacro befinden sich zwei romanische Kruzifixe. Außerdem bewahrt das Museum eine flämische Tafel mit der Darstellung der stillenden Jungfrau und des Kindes. Für Kulturinteressierte stehen damit kirchliche Ausstattung und einzelne Museumswerke als konkrete Themen nebeneinander.
Festtradition, Feria und wirtschaftliche Vergangenheit
Auch die Festtradition gehört zur Geschichte von Yanguas. Die Hauptfestlichkeiten zu Ehren der Virgen del Carmen finden vom 15. Juli bis zum 18. Juli statt; dabei wird auch die Feria de Yanguas veranstaltet. Die Feria war früher wegen der Schafhaltung und der Bedeutung der Mesta ein weithin bekannter Viehmarkt. Aufgrund seiner merinowirtschaftlichen und kaufmännischen Vergangenheit hat Yanguas außerdem eine historische Tradition von Maultierführern und Händlern.
Schlucht des Cidacos und Buchenwald von Diustes
Für Landschaftseindrücke steht der Mirador de San Blas. Von dort bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die Schlucht des Cidacos und auf den Kontakt zwischen den geologischen Einheiten Urbión und Oncala. Eine andere Perspektive eröffnet der Buchenwald von Diustes: Durch ihn führt eine 16,7 km lange Route. Die Gehzeit beträgt fünfeinhalb Stunden. Für die Tagesplanung ist diese Kombination aus Streckenlänge und Gehzeit relevant, weil sie einen großen Zeitrahmen verlangt. Für Wandernde ist die Gehzeit damit ebenso relevant wie die Distanz.
Bedarfsorientierter öffentlicher Verkehr auf der Route Diustes–San Pedro Manrique
Yanguas wird durch einen bedarfsorientierten öffentlichen Verkehrsdienst auf der Route Diustes–San Pedro Manrique bedient.
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