Espejón: Wälder, Bräuche und historische Spuren

Wälder, Tiere und Pilzgebiete

Espejón verfügt über ausgedehnte Kiefernwälder sowie kleinere Bestände an Eichen und Steineichen. Zur wild lebenden Fauna von Espejón gehören tag- und nachtaktive Greifvögel, Hasen, Rebhühner, Kaninchen, Wildschweine, Hirsche und Rehe. Wenn Sie bei der Wahl eines spanischen Reiseziels Landschaft und Ortskultur gleichermaßen beachten, bietet Espejón dafür zwei klar erkennbare Themen: Wald und Tierwelt. Beide Themen geben einem Aufenthalt in Espejón einen Naturbezug, ohne dass der Ort auf eine einzelne Landschaftsform reduziert wird.

Zum Pilzbewirtschaftungsgebiet von Espejón gehören drei regulierte Waldgebiete mit einer regulierten Fläche von 459,99 ha. Genehmigungen für das Sammeln von Pilzen in den regulierten Gebieten der Montes de Soria sind beim Ayuntamiento de Espejón erhältlich. Für einen Ausflug mit Interesse an Wald und Pilzen gehören damit sowohl die regulierte Fläche als auch die Genehmigung beim Ayuntamiento de Espejón zur Orientierung. Die regulierten Waldgebiete und die Genehmigungsstelle markieren für Sie einen klar umrissenen Themenbereich innerhalb der Natur von Espejón.

Kirche, Feste und überlieferte Bräuche

Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción gehört zu den örtlichen Baudenkmälern von Espejón. Am Pfingstsonntag wird die Virgen Mariestela von der Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción in Espejón zu ihrer Eremitage getragen. Für kulturell interessierte Besucher liegt in Espejón damit ein konkreter Bezug zwischen einem örtlichen Baudenkmal und einer religiösen Feier. Der Pfingstsonntag erhält dadurch einen festgelegten Platz im Jahreslauf von Espejón.

Die Patronatsfeste von Espejón sind der Virgen de Brezales gewidmet. In der Nacht zum 1. März werden in Espejón gegen 1 Uhr morgens die Marzas durch die Straßen gesungen; die Sänger sind dabei in zwei Gruppen aufgeteilt. Wenn Sie Espejón über seine Bräuche kennenlernen möchten, sind die Widmung der Patronatsfeste und der nächtliche Gesang der Marzas zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Bei Los Mayos holen junge Männer am 1. Mai eine möglichst große und gerade Kiefer und bringen sie ins Dorf. Bei Los Mayos wird die Kiefer auf den Dorfanger gestellt und am letzten Maiabend wieder zu Boden gelegt. Der Brauch hat dadurch einen klaren Ablauf vom 1. Mai bis zum letzten Maiabend; die Kiefer steht dabei im Mittelpunkt des Geschehens auf dem Dorfanger.

Die Jota „maristela“ oder „levadura“ wird von Männern getanzt. Neben den Gesängen der Marzas und dem Ablauf von Los Mayos steht damit auch eine klar benannte Tanzform im kulturellen Profil von Espejón.

Steinbrüche und Ortsgeschichte

Die Steinbrüche von Espejón wurden bereits in der Römerzeit ausgebeutet. In den Steinbrüchen von Espejón wurden roter Jaspis sowie weißer oder beigefarbener Marmor gewonnen. An einem Ort, den Einheimische „Castillo“ nennen, befinden sich Überreste einer Befestigungsanlage. Zur Geschichte von Espejón gehören damit sowohl die Gewinnung von Gestein als auch die Überreste einer Befestigung.

Lokale Küche und Anreise

Bei der traditionellen Hausschlachtung La Matanza wurden Reismorcillas hergestellt. Chorizos, Rippchen und Lendenstücke wurden in Krügen eingelegt, während die Schinken längere Zeit in der Küche lagerten und anschließend in der Speisekammer aufbewahrt wurden. Für den kulturellen Blick auf Espejón ergänzt La Matanza die Feste und Bauwerke um die Ebene der Lebensmittelverarbeitung.

Von Soria aus führt die Straßenanbindung nach Espejón über die N-234 in Richtung Burgos und anschließend über die SO-P-5212 in Richtung Navas del Pinar und Espejón. Seit März 2010 verfügte Espejón über einen bedarfsabhängigen Verkehrsdienst. Für die Reiseplanung stehen damit eine Straßenverbindung aus Soria und ein separat benannter Verkehrsdienst als unterschiedliche Orientierungspunkte zur Verfügung.

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