Ólvega: Romanik, Wege und traditionelle Feste
File:Restos de la torre de Campicerrado, Ólvega, Soria, España, 2021-08-28, DD 80.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die ältesten erhaltenen Teile der Pfarrkirche Iglesia Parroquial Santa María La Mayor – ein Abschnitt der Sakristei und der Turm – stammen beide aus dem späten 15. Jahrhundert. Durch seinen Zinnenkranz hat der Turm das Aussehen einer Festung. Der Altaraufsatz gilt als eine der besten Ausprägungen des sorianischen Romanismus.
Weitere Reiseziele: Monteagudo de las Vicarías, Yanguas, Hinojosa de la Sierra, Dombellas, Berlanga De Duero, Borobia, Almarza und Valdelagua del Cerro.
Kultur
Im Ortskern von Ólvega steht mit der Ermita de los Mártires das älteste religiöse Gebäude des Ortes. Die Einsiedelei ist ein spätromanischer Bau aus dem 13. Jahrhundert. Ebenfalls aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt die Ermita de la Virgen de Olmacedo; sie ist die letzte in der Provinz Soria errichtete romanische Einsiedelei.
Das Portal der Ermita de San Bartolomé stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Ermita de San Marcos wurde im 12. Jahrhundert als Kirche beziehungsweise Pfarrkirche der verschwundenen Siedlung San Juan de Campiserrado errichtet. Der Castillazo, auch Torre de Campiserrado genannt, war eine mittelalterliche militärische und defensive Anlage. Erhalten sind die Grundmauern des Turms und der ihn umgebenden Wehrmauer.
Das Museo Antropológico de José Escribano verfügt über eine Sammlung von mehr als 7.000 Stücken und stellt 37 traditionelle Berufe dar. An der Casa de los Pereda sind ein kastilisches Portal, ein Wappenschild, Balkone und ein Dachüberstand zu sehen. Außerdem ist die Casa de los Pereda das Geburtshaus von Carmen Hernández.
Landschaft
Ólvega liegt am Fuß des Moncayo, des mit 2.316 m höchsten Berges des Iberischen Systems und der Provinz Soria, und neben der Sierra del Madero. Im weiteren regionalen Umfeld von Ólvega ist die Sierra del Moncayo sowohl als LIC, also als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung, als auch als ZEPA, also als Vogelschutzgebiet, im Natura-2000-Netz ausgewiesen.
Die Mina Petra ist ein ehemaliger Tagebau am Hang der Sierra del Madero. Der ehemalige Tagebau wurde überflutet und bildete einen See, dessen türkisfarbene Färbung auf die Mineralien zurückgeführt wird.
Wege
Im Centro Social in der Calle Doctor Salcedo 36 befindet sich die kommunale Tourismusinformation von Ólvega; sie bietet Informationen für Besucher über den Ort. Der Camino Verde beginnt und endet in Ólvega und ist etwa 6,3 Kilometer lang. Er kann zu Fuß, zu Pferd und mit dem Fahrrad genutzt werden; einige Abschnitte verlaufen auf der ehemaligen Bergwerkbahn, der „vía vieja“.
Die Ermita de la Virgen de Olmacedo liegt zwei Kilometer von Ólvega entfernt und ist zu Fuß über den ausgebauten Camino Verde erreichbar. Die Ruta Ólvega Románica ist eine etwa 12,8 Kilometer lange, mittelschwere Autoroute durch fünf Einsiedeleien mit romanischen Ursprüngen in Ólvega.
Der Molino de Almagre ist ein Park, der nach einer dort im Jahr 1700 errichteten Mühle benannt ist. In dieser Mühle wurde das aus der Mina Petra gewonnene Erz gemahlen; der große Mühlstein ist noch erhalten.
Traditionen
Ólvega erinnert jedes Jahr an die mit der Ermita de los Mártires verbundene Geschichte durch das symbolische Abbrennen einer Burg am Samstag, der dem 14. März am nächsten liegt. Beim Maifest zu Ehren der Virgen de Olmacedo wird das Marienbild in einer Prozession nach Ólvega gebracht und nach den Feierlichkeiten in die Einsiedelei zurückgebracht.
Die Romería de San Marcos in Ólvega findet am Sonntag statt, der dem 25. April am nächsten liegt. Besucher können dort Culeca kosten, ein mit Chorizo und Ei gefülltes Brotgebäck. Zur traditionellen Feier von San Blas in Ólvega gehören die Segnung von Brötchen und Gebete für die Gesundheit des Halses.
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