Montejo de Tiermes: Archäologie, Kirchen und Río Pedro
File:Iglesia de San Cipriano, Montejo de Tiermes, Soria, España, 2017-05-26, DD 22.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Archäologie und Geschichte rund um Tiermes
Im Mittelpunkt von Montejo de Tiermes (Soria) steht Tiermes: Die Stätte ist als Kulturgut von besonderem Interesse in der Kategorie archäologische Zone geschützt. Von Montejo de Tiermes aus ist die archäologische Stätte der Stadt Tiermes in etwa zehn Minuten erreichbar. Ein Rundgang bei Tiermes beginnt am Portikus der dortigen Ermita und dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Die wichtigsten Feste von Montejo de Tiermes finden im August zu Ehren von San Cipriano statt. Außerdem gilt das Vollmondfest in Montejo de Tiermes als traditionelles Fest; es findet jeden Monat bei Vollmond statt.
Ausgrabungen, Baukunst und römische Spuren
Das Museo Monográfico de Tiermes zeigt die bei Ausgrabungen in Tiermes gefundenen Waffen, den Bronzeschmuck und die Keramik aus dem 6. bis 3. Jahrhundert v. Chr. sowie römische Überreste und mittelalterliche Stücke. Schautafeln, Vitrinen, Sockel und Modelle erklären dort die Geschichte von Termes, die Ergebnisse der Ausgrabungen und die Untersuchung der entdeckten Materialien. Zu den römischen Überresten von Tiermes gehört ein in den Fels gehauener Aquädukt mit einem 150 Meter langen unterirdischen Gang. Tiermes besitzt außerdem eine in den Fels gehauene Sitzanlage, die möglicherweise als Theater, keltiberischer Tempel oder Versammlungsort diente.
Die romanische Ermita de Santa María de Tiermes liegt innerhalb der archäologischen Stätte und ist in deren Denkmalschutzdeklaration einbezogen. Durch das Königliche Dekret 1748/1982 vom 28. Mai 1982 wurde sie als historisch-künstlerisches Denkmal ausgewiesen. Paarweise angeordnete Säulen mit doppelten Kapitellen zeigen pflanzliche und figürliche Motive. Im Ort besitzt die Kirche San Cornelio und San Cipriano ein Renaissanceatrium mit zwei im Jahr 1534 errichteten Bögen. Sie bewahrt außerdem vier rundbogige Bögen der früheren romanischen Vorhalle. Ein gotischer Turm und eine gotische Hauptkapelle mit Sterngewölbe ergänzen den Bau; der übrige Teil des Kirchenschiffs stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Nekropolen und die Atalaya
Innerhalb des Ortes steht die Atalaya de Montejo de Tiermes, an ein Haus angebaut und auf einem Felsvorsprung mehr als zehn Meter hoch. Sie sollte Sichtkontakt mit den Wachtürmen von Liceras und dem vermuteten Wachturm von Torresuso herstellen. In der Nähe der archäologischen Stätte befindet sich im Gebiet Carratiermes eine Brandnekropole mit keltiberischen und sogar vorkeltiberischen Grabstrukturen aus der Bronzezeit, die vor dem 4. Jahrhundert v. entstanden. An einem Straßenabschnitt zwischen dem Museum und Valderromán liegt eine weitere, in den Fels gehauene Nekropole mit mehr als 40 Gräbern aus dem 9. bis 11. Jahrhundert. Neben Montejo de Tiermes ist zudem ein römischer Brunnen erhalten.
Río Pedro und El Hoyo
Im Gebiet El Hoyo befindet sich eine bedeutende Kolonie von Gänsegeiern, die sich entlang des Río Pedro durch den Bereich von Cuevas de Ayllón erstreckt. Die Route El Hoyo führt am Río Pedro durch einen markanten Canyon mit üppiger Vegetation im Gebiet der Gemeinde Montejo de Tiermes. Für Verbindungen auf den Routen Valderromán–San Esteban und Pedro–San Esteban verfügt Montejo de Tiermes über einen reservierungspflichtigen öffentlichen Bedarfsverkehr der Junta de Castilla y León. Dieser ist montags sowie freitags an Werktagen verfügbar.
Weitere Ziele im selben Reisegebiet: Yanguas, Almazán, Borobia, Arcos De Jalón, Olvega, Cortos, Viana, Torreandaluz.
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