Ucero: Natur, Wege und Geschichte am Río Lobos

File:Ucero, 42317, Soria, Spain - panoramio.jpg File:Ucero, 42317, Soria, Spain - panoramio.jpg Foto: Javier Casado Tirado via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Naturraum am Río Lobos

Der Parque Natural Cañón del Río Lobos umfasst unter anderem die Gemeinde Ucero. Im Park hat die Auflösung des Kalksteins eine Karstlandschaft geschaffen: Ein Labyrinth aus Höhlen auf verschiedenen Ebenen wird teils durch tiefe Schächte verbunden. Über dem Fluss ragen senkrechte, vegetationslose Felswände auf; Laubvegetation kontrastiert dort mit Nadelgehölzen und kahlem Fels.

Wanderwege mit unterschiedlichen Akzenten

Die PR-SO-BU-65 Senda del Río beginnt an der Kreuzung der Straße SO-920 neben dem Erholungsgebiet Fuente Engómez in der Gemeinde Ucero. Sie verläuft entlang des Río Lobos durch den Park und überquert den Fluss mehrfach. Die Senda del Castillo ist ein leicht begehbarer Rundweg am Río Ucero. Die PR SO3 Ruta de las Sabinas verbindet Ucero und Calatañazor.

Rundweg, Aussicht und Orientierung

Die Senda de las Gullurías ist ein 8,55 Kilometer langer Rundweg, der am Parkplatz der Casa del Parque del Cañón del Río Lobos in Ucero beginnt und endet. Sie erreicht den Mirador de las Gullurías, der als guter Beobachtungspunkt für Vögel gilt. Die Casa del Parque liegt am Kilometer 16 der Straße SO-920 und dient als Orientierungspunkt für die Organisation von Besuchen im Naturpark. Ihr Gebäude aus dem 19. Jahrhundert diente früher als Schokoladenfabrik und Papierfabrik. Das Centro de Interpretación de la Naturaleza befindet sich in einer ehemaligen Fischzuchtanlage in Ucero.

Römische Spuren und örtliche Bauwerke

Die Senda del Castillo führt durch eine 130 Meter lange Strecke des römischen Kanals, der Wasser zur Stadt Uxama leitete. Die Cueva la Zorra ist ein 133 Meter langer, überwölbter Abschnitt dieses römischen Kanals, der die Stadt Uxama mit Wasser versorgte. Die Iglesia Parroquial von Ucero stammt aus dem 18. Jahrhundert. In der Cueva Conejos gibt es Malereien.

Burgruine und sakrale Geschichte

Die Ermita de San Bartolomé wurde in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts im Übergangsstil der Romanik mit zisterziensischem Einfluss errichtet. Die romanisch-protogotische Kapelle war Teil des ehemaligen Templerklosters San Juan de Otero. Bis auf Weiteres ist die Ermita geschlossen. Das Castillo de Ucero und sein Umfeld bilden eine 2,3 Hektar große archäologische Fundstätte mit Überresten aus der Eisenzeit bis zum Mittelalter.

Feste im Jahreslauf

Beim Día de la Cruz am 3. Mai wird der Santo Cristo del Castillo in einer Prozession zu den Feldern gebracht, die anschließend gesegnet werden. In Ucero finden vom 24. August bis zum 26. August die Patronatsfeste zu Ehren der Virgen de la Salud und des San Bartolomé statt.

Unter der Erde unterwegs

Die Cueva de la Galiana Baja ist mit geführten Besuchen durch Soria Cavernaria verbunden. Bei der Höhlentour in der Cueva de la Galiana werden breite Galerien besucht sowie kleine Kletterstellen und einfache Seilpassagen bewältigt.

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