Santa María de las Hoyas zwischen Waldlandschaft, Geschichte und regionaler Küche
File:Ermita del Santo Cristo de Miranda. Santa María de las Hoyas (7824629812).jpg
Foto: José Antonio Gil Martínez from Vigo, Spain via Source, CC BY 2.0
Landschaft zwischen Wald und Schlucht
Santa María de las Hoyas bildet das südwestliche Ende der großen Waldfläche von Tierra de Pinares und El Valle. Dort öffnet sich die Landschaft zu den Ebenen am Ufer des Duero. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Natura-2000-Gebiet Cañón del Río Lobos, das sowohl als ZEPA als auch als LIC ausgewiesen ist. Der Cañón del Río Lobos ist eine 25 km lange Kalksteinschlucht, die durch die Erosion des Flusses und die Auflösung des Gesteins durch Wasser geformt wurde. Wald, offene Ebenen und die markante Schlucht stehen damit in engem räumlichem Zusammenhang.
Offene Höhlen und Naturraum
Im Gemeindegebiet von Santa María de las Hoyas und in der näheren Umgebung gibt es mehr als 200 offene Höhlen, in denen Höhlenforschung betrieben werden kann. Neben der langen Kalksteinschlucht gehört damit auch die unterirdische Landschaft zu den konkreten Besonderheiten des Ortes. Die Höhlen erweitern den Blick auf eine Umgebung, deren geologische Formen sowohl an der Oberfläche als auch unter ihr sichtbar werden.
Kirchen, Kunst und Baugeschichte
Die Ermita del Cristo de Miranda besitzt ein von salomonischen Säulen eingerahmtes Retabel mit einer Tafelmalerei, die die Heilige Stadt darstellt. Die Ermita del Cristo de Miranda soll im 13. Jahrhundert errichtet worden sein. In der Iglesia de la Virgen de la Asunción befindet sich an einem Strebepfeiler am Eingang zum Atrium eine Sonnenuhr aus dem Jahr 1603. Die Kirche selbst wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Mauerwerk errichtet. Kunstwerk, Sonnenuhr und Baugeschichte setzen unterschiedliche zeitliche Akzente innerhalb der örtlichen Kultur.
Ortsgeschichte und gelebte Traditionen
Der Ort lag früher auf einem Berg und hieß Miranda; später wurde er an den Fuß des Berges verlegt und erhielt den heutigen Namen Santa María de las Hoyas. Auch die Feste knüpfen an die örtliche Geschichte an: Das Patronatsfest Santo Cristo de Miranda wird am 14. September mit einer Prozession zur Ermita del Santo Cristo de Miranda gefeiert. Im Mai wird die Tradition des Mayo gepflegt. Sie umfasst gemeinsame Mahlzeiten sowie das Zusammenkommen mit den benachbarten Dörfern.
Regionale Küche
Zur örtlichen Küche gehört ein Lammeintopf aus dem Topf, gewürzt mit Zwiebel, Knoblauch und Paprika. Zur traditionellen Zubereitung und Reifung von Schlachtprodukten in Santa María de las Hoyas gehören Chorizos und Güeñas, die über Rauch getrocknet und anschließend in Olivenöl aufbewahrt werden. Dazu kommen Lomo, mit Knoblauch und Paprika gewürzter Speck sowie luftgetrockneter Jamón Serrano. Über der Glut gegrillte Koteletts gehören ebenfalls zur örtlichen Küche. Die Speisen und Verfahren geben der Reiseplanung eine kulinarische, klar mit dem Ort verbundene Facette.
Anreise von Soria
Für die Straßenanreise von Soria führt die Strecke über die N-234 nach San Leonardo und anschließend über die SO-934 nach Santa María de las Hoyas. Diese Verbindung lässt sich als konkrete Orientierung für die Anfahrt in die waldreiche Landschaft und zum Ausgangspunkt der genannten Kultur- und Naturthemen nutzen.
Weitere Orte
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