Oncala: Wandteppiche, Hirtenkultur und Sierra de Alba

Oncala verbindet eine sehr zerklüftete Berglandschaft mit einem Ortsbild, in dem Viehzucht, Merinowolle und Transhumanz sichtbar werden. Das Museo de Tapices de Oncala bewahrt zehn flämische Wandteppiche; acht davon wurden nach Kartons von Rubens gewebt. Die Verbindung von Landschaft, Wirtschaftsgeschichte und Kunst gibt Oncala mehrere klar erkennbare Themen für eine Erkundung.

Berge, Pass und Weidelandschaft

Oncala liegt in einem sehr zerklüfteten Gebiet in einem Tal, das von den zum Iberischen System gehörenden Bergen Cayo (1.709 m), Alto del Monte (1.490 m), Puerto de Oncala (1.496 m) und Umbriazo (1.552 m) gebildet wird. Die Orographie wird durch das Tal des Río Mayor geprägt. An den Hängen der Sierra de Alba liegt Oncala am Fuß des nach dem Ort benannten Passes. Die wellige grüne Landschaft ist durch jahrhundertelange Beweidung mit Merinoschafen geprägt.

Spuren von Mesta und Transhumanz

Oncalas historische wirtschaftliche Bedeutung und sein bauliches Erbe stehen in engem Zusammenhang mit der Tradition der Viehzucht, dem Handel mit feiner Merinowolle, der Mesta und der Transhumanz; dies gilt insbesondere für die Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Oncala verfügt über ein traditionelles Ortsensemble mit gepflasterten Straßen und Häusern, die mit der Mesta verbunden sind.

Wandteppiche und die Welt der Hirten

Die Wandteppiche von Oncala wurden von Frans Van den Hecke gefertigt, der zwischen 1630 und 1665 tätig war. Das Museo de Pastores de Oncala ist in der ehemaligen Lehrerinnenwohnung des Ortes untergebracht. Es zeigt Arbeitsgeräte und Werkzeuge, die mit Viehzucht und Transhumanz verbunden sind. Die Ausstellung folgt der Reise von Millán, einem jungen Hirten aus Oncala, von der Sierra de Alba bis zum Valle de Alcudia.

Feste zwischen Kirche und Stechpalmen

In Oncala wird das Fest der Geburt Mariens am 8. September unter dem Patrozinium der Virgen del Espino gefeiert; der folgende Tag ist San Roque gewidmet. Auf eine Messe und Prozession folgt am Eingang der Kirche eine Versteigerung der Tragestangen der Marien- und der San-Roque-Bilder. Der Hauptaltaraufsatz ist San Millán de la Cogolla gewidmet, der als Schutzpatron der Hirten bezeichnet wird.

Die Feria del Acebo in Oncala umfasst die Möglichkeit, an geführten Routen zu den Stechpalmenbeständen teilzunehmen. Auf der Feria del Acebo werden Workshops zur Herstellung von Stechpalmenarrangements, Weihnachtsplätzchen und Origami angeboten. Die Feria del Acebal findet am Wochenende des Verfassungsfeiertags statt. Rund um Oncala führen Wanderwege über Viehtriebwege und alte Pfade zu Stechpalmenbeständen und Eichenwäldern.

Ortsteile und Verbindung über den Bach

Oncala ist über die C-115 erreichbar. Eine grob gearbeitete Steinbrücke verbindet die beiden Ortsteile von Oncala über dem Bach Cayo, auch Río de la Fuenteoncala genannt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Soria.

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