Valle de Tabladillo: Schlucht, Ortsbild und Wege im Tal
Zwischen Hang, Tal und traditionellem Ortsbild
Valle de Tabladillo liegt an einem steilen Hang in einem tiefen Tal. Durch dieses Tal zieht sich ein Bach, der in Castroserracín entspringt und in den Duratón entwässert. Das traditionelle Ortsbild umfasst enge Gassen und Häuser mit steinernen Erdgeschossen, Obergeschossen aus Holzfachwerk in Verbindung mit Stein oder Lehm sowie hölzernen Solanas. Stein, Holzfachwerk, Lehm und die Solanas verleihen den Häusern eine klar gegliederte, regional geprägte Erscheinung.
Kirche und gelebte Tradition
Zur örtlichen Geschichte gehört die Kirche Nuestra Señora de la Concepción. Sie wurde unter Wiederverwendung von Fragmenten des romanischen Gesimses der Ermita de San Juan im verlassenen Ort Pajares errichtet. Eine eigene lokale Tradition ist der „remate“, der jedes zweite Novemberwochenende nach der Prozession der Virgen de los Remedios stattfindet. Von den Einwohnern hergestellte Süßigkeiten werden der Jungfrau angeboten und anschließend versteigert. Kirche, Prozession und Süßigkeiten verbinden dabei Baugeschichte mit einem wiederkehrenden Brauch des Ortes.
Schlucht und Wege am Arroyo del Valle
El Corazón de las Pedrizas, auch El Cañón del Fraile genannt, ist eine 6,6 Kilometer lange Route zwischen Valle de Tabladillo und Castroserracín. El Cañón del Fraile folgt dem Arroyo del Valle durch eine geologisch interessante Schlucht, die dem Gänsegeier als Zufluchtsort und Lebensraum dient. Die Route hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Entlang des Arroyo del Valle gibt es außerdem Wege, die sich zum Wandern und Radfahren eignen. Damit liegen eine konkrete Streckenlänge, ein klar benannter Landschaftsraum und zwei mögliche Fortbewegungsarten unmittelbar beieinander.
Eine anspruchsvolle BTT-Runde
Für das Radfahren steht außerdem die BTT-Route Carrascal del Río y alrededores zur Verfügung. Sie ist 41,6 Kilometer lang, hat einen hohen Schwierigkeitsgrad und kann ganzjährig befahren werden. Auf den Wegen zwischen Castrojimeno und Valle de Tabladillo ist dabei besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Die Route unterscheidet sich somit bereits durch ihre Länge und den angegebenen Schwierigkeitsgrad deutlich von El Corazón de las Pedrizas.
Felsen, Aussicht und Quellen
El Fraile ist etwa 15 Meter hoch und beherbergte viele Jahre lang einen Bienenstock mit Honig. Der Aussichtspunkt El Cotanillo bietet gegenüber dem Ort einen Panoramablick auf die gesamte Uferlandschaft und das Dorf. In der Umgebung wachsen Obstbäume, und es lassen sich verschiedene Vögel beobachten. Am El Buquerón schützt grüner Efeu eine Quelle, die die Fuente Santa speist. Auch El Pingocho de San Juan setzt einen markanten Akzent: Der Felsen ist etwa 40 Meter hoch, auf ihm wächst ein Wacholder. Die Landschaft zeigt sich hier daher in unterschiedlichen Formen – als Schlucht, Fels, Aussichtspunkt und Quellbereich.
Architektur im Umfeld und nördliche Verbindungen
Im Umfeld von Valle de Tabladillo bewahrt Barrio de Arriba Häuser aus Lehm und Holz mit Galerien, Dachvorsprüngen und Holzkonstruktionen. Nördlich von Valle de Tabladillo verbindet eine Autoroute Sacramenia, Fuentidueña, Valtiendas, Carrascal del Río und San Miguel de Bernuy über mehrere Straßen. So stehen neben dem eng gefassten Ortsbild auch benachbarte Bauformen und ein größerer nördlicher Verkehrsraum im Zusammenhang mit dem Ort.
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