Chañe: Archäologie, Harzhandwerk und Kiefernwälder

Chañe verbindet archäologische Zeugnisse mit der Geschichte des Harzhandwerks. Der Ort ist als „Municipio de protección arqueológica“ ausgewiesen und verfügt über 22 erfasste archäologische Fundstätten. Zu den archäologischen Hinterlassenschaften gehören Funde aus dem Unterpaläolithikum, der Megalithzeit und der Bronzezeit sowie aus keltischer, keltiberischer, römischer und westgotischer Zeit.

Geschichte

Pegueras gehören zu den charakteristischen Bauwerken von Chañe. Die kreisförmigen oder leicht ovalen Bauwerke bestehen aus feuerfesten Ziegeln, besitzen falsche Kuppeln und sind außen mit Lehm beschichtet. In den Pegueras wurde Harz aus Rückständen der Harzgewinnung zusammen mit Kiefernnadelstreu und Sand verbrannt, um Pez herzustellen. Dieses Produkt diente unter anderem dazu, Weinfässer abzudichten. Das Ayuntamiento de Chañe lässt jedes Jahr, meist zu Ostern, das Anzünden einer Peguera vorführen, um das frühere Harzhandwerk didaktisch zu vermitteln.

Kultur

Die Pfarrkirche San Benito Abad hat drei durch einfache und zusammengesetzte Säulen getrennte Schiffe, eine Kuppel über Pendentifs im Vierungsbereich, einen Hochchor und einen Portikus. Ihr Hauptaltaraufsatz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die aus Stein errichtete Ermita de San Antonio liegt etwa 500 Meter von Chañe entfernt an der Cañada Arrieros. In der Ermita del Santo Cristo de la Agonía wird ein lebensgroßer gekreuzigter Christus aufbewahrt. Zwei identische Türen sind symmetrisch an der Vorderfassade dieser Einsiedelei angeordnet.

Traditionen

Die sehr alte Prozession La Minerva findet im Inneren der Kirche von September bis Juni an jedem dritten Sonntag des Monats statt. Bei der Ostertradition Rodar el Huevo y la Rosquilla rollen Kinder am Ostermontag eine typische Rosquilla de palo und am Osterdienstag ein verziertes gekochtes Ei. Das Fronleichnamsfest in Chañe wird am Donnerstag und am darauffolgenden Sonntag gefeiert.

Auch der Festkalender zu Ehren von San Roque ist mit eigenen Bräuchen verbunden. Die Feierlichkeiten dauern vier oder fünf Tage und beginnen in der Nacht vor dem 15. mit einer Ansprache und einem Böllerschuss. Zu ihnen gehört jedes Jahr das Campeonato de Motocross Nocturno. Bei der San-Juan-Tradition sammeln die Einwohner am Nachmittag vor dem Fest „las flores de San Juan“ im Kiefernwald und fertigen daraus Kreuze. Bei El Mayo stellen die örtlichen Achtzehnjährigen in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai eine hohe Kiefer an einem gut sichtbaren Ort in Chañe auf.

Natur

Chañe gehört zur Naturregion Tierra de Pinares. Stein- und See-Kiefern bilden einen Waldgürtel um die Gemeinde, der zahlreiche Vögel und andere Tiere beherbergt. In der Nähe von Chañe befindet sich am Río Cega ein Wasserfall namens La Pesquera. In den Kiefernwäldern wachsen verschiedene Pilzarten, darunter Níscalos; ihre Suche im Herbst ist mit ausgedehnten Spaziergängen verbunden.

Vor Ort

Die Tourismusstelle von Chañe stellt Besuchern Informationen und touristische Broschüren über die Gemeinde zur Verfügung. An der Calle Real 11 gibt es einen bedarfsorientierten Busverkehr und einen diskretionären Verkehrsdienst.

Weitere Ziele: Cabezuela, Bernuy de Porreros, Tizneros, Navas De Oro, Casla, Caballar, Pedraza und Riaza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

Unterkünfte in Chañe vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Für Anbieter