Abades – Kultur, Geschichte und weite Landschaft

Kultur

Für Reisende, die sakrale Kultur über konkrete Einzelheiten kennenlernen möchten, steht in der Kirche San Lorenzo Mártir die Barockorgel von Abades. Erbaut wurde sie 1698 von Pedro Liborna Echevarría. In der Provinz Segovia war sie die erste Orgel mit Zungenpfeifen im Prospekt.

Am Ortseingang von Segovia aus kommend befindet sich ein monumentaler Kreuzweg aus Granit. Er umfasst vierzehn Stationen; an jeder Station steht ein Kreuz.

Kirche, Orgel und Kreuzweg bilden dabei unterschiedliche Bestandteile der religiösen Überlieferung von Abades. Die Orgel ist mit einem konkreten Baujahr und dem Namen ihres Erbauers verbunden, während der Kreuzweg durch seine Granitausführung, die vierzehn Stationen und die einzelnen Kreuze geprägt ist.

Geschichte und Feste

Abades wird als Siedlung erstmals im Jahr 1108 erwähnt. Eine Urkunde aus dem Jahr 1116 nennt Abades unter dem Namen „abbatibus“.

Die Tänzer von Abades führten in den Jahren 1594 und 1636 im Rahmen kirchlicher Fronleichnamsfeiern in den Monaten Mai und Juni Paloteos auf.

Nach einem verheerenden Hagelsturm am 4. Juni 1878 wurde die Romería del Cuatrojunio institutionalisiert. Sie wird zu Ehren der Virgen de Los Remedios gefeiert.

Landschaft

Geografisch liegt Abades zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Eresma und Milanillos. Von Abades aus bietet sich ein guter Panoramablick auf die Sierra de Guadarrama. Die Umgebung von Abades bietet außerdem Ausblicke auf die bewirtschafteten Felder der Meseta.

Die Landschaft zeigt sich dabei über verschiedene geografische Bezüge: Abades liegt zwischen zwei Fluss-Einzugsgebieten, während sich von dem Ort aus die Sierra de Guadarrama sehen lässt. In der Umgebung kommen die bewirtschafteten Felder der Meseta hinzu.

Radroute

Die BTT-Route „Los pilones tradicionales“ beginnt in Abades und führt in Richtung der Ermita de los Remedios. Auf ihrem Verlauf führt sie an traditionellen Wasserbecken vorbei. Diese Wasserbecken wurden früher als Waschplätze oder Viehtränken genutzt.

Mit ihrem Verlauf verbindet die Route den Ausgangspunkt Abades mit der Richtung zur Ermita de los Remedios. Die traditionellen Wasserbecken liegen an der Strecke und erinnern an frühere Nutzungen als Waschplätze oder Viehtränken.

Kulinarisches

Die traditionelle Torta de Quasimodo ist ein süßes Gebäck aus Mehl, Zucker, Schmalz und Anis.

Bei den Festen in Abades werden Florones und Hojuelas handwerklich hergestellt. Diese Süßspeisen sind auch in mehreren Dörfern der Provinz typisch.

Zur kulinarischen Überlieferung gehören damit sowohl ein Gebäck mit klar benannten Zutaten als auch Süßspeisen, die bei den Festen in Abades handwerklich entstehen.

Weitere Orte

Weitere Orte entdecken Sie hier: Sepúlveda, Bernardos, Corral de Ayllón, Yanguas De Eresma, Dehesa Mayor, Sanchonuño, Marugán, Santiuste De San Juan Bautista.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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