Matabuena: Wege, Mühlen und Kultur

File:Ermita del Santo Cristo en Matabuena 2.jpg File:Ermita del Santo Cristo en Matabuena 2.jpg Foto: Albergarri788 via Wikimedia Commons, CC0

Wege mit Geschichte

Die Cañada Real Soriana Occidental verläuft durch das Gemeindegebiet von Matabuena. Über diese Route zog jedes Jahr das Wandervieh aus der Provinz Soria in Richtung Extremadura. Durch Matabuena führt außerdem die Senda de los Pastores, die Teil eines 154,90 Kilometer langen Weges ist. Wenn Sie sich für historische Wegverbindungen und Landschaften interessieren, begegnen Ihnen hier zwei eigenständige Themen. Matabuena liegt zudem an der Nationalstraße N-110 zwischen Plasencia und Soria.

Routen, Landschaft und Nachthimmel

Die Senda de los Pastores wurde von der Fundación Starlight wegen der Qualität des Nachthimmels entlang dieser Strecke zertifiziert. Die landschaftliche Route, zu der Matabuena gehört, verläuft vollständig im Parque Natural Sierra Norte de Guadarrama. Eine weitere ausgeschilderte Verbindung ist die Route 5 „Carreteras y castillos para adornar el paisaje“: Sie führt von Pedraza über Matabuena bis zum Puerto de Navafría. Die Route Matabuena–Puerto de Linera verläuft über den alten Weg zum Pass. Damit finden Sie in der Umgebung sowohl längere Strecken als auch Wege mit einem klaren historischen Bezug.

Kirchen, Mühlen und Handwerk

Die Pfarrkirche San Bartolomé bewahrt ein romanisches Portal; der übrige Bau entstand in mehreren späteren Bauphasen. Die Ermita de San Martín in Cañicosa ist ein rechteckiger Bau mit einem Portal mit Rundbogen und einem Glockengiebel. Am Sockel des Fassadenkreuzes der Ermita de San Martín steht die Jahreszahl 1794. Auch die Mühlengeschichte ist an mehreren Orten greifbar: Die Molino de Abajo war bis in die 1970er-Jahre in Betrieb und als molino del Habanero bekannt. Von der Molino de Abajo sind die Mauern noch erhalten, während von der Molino de Arriba nur wenige Überreste geblieben sind. Das Museo del Molino wurde 2002 in Matamala eröffnet; im Museum werden gebrauchte Mühlenteile und Maschinen gezeigt und ihre Funktionsweise erklärt. La Fragua in Matabuena bewahrt ihren Blasebalg und einen Stein.

Brunnen und Wasserorte

In Matabuena gibt es aufgrund des Wasserreichtums viel Vegetation und zahlreiche Brunnen. Die Fuente San Pedro ist ein Brunnen aus dem Jahr 1951 auf dem zentralen Platz von Matabuena. Das Wasser der Fuente San Pedro stammt aus einer Quelle neben der Peña del Castillejo. Die Fuente Buena in Cañicosa wurde 1933 während der Republik errichtet. Das Wasser der Fuente Buena stammt aus dem Prado de la Tolla. Für Ihre Ortsbesichtigung ergänzen diese Brunnen die historischen Bauwerke um konkrete Spuren der Wasserversorgung.

Feste und frühe Siedlungsspuren

In Cañicosa wird am 4. Juli die Fiesta de San Martín, das Fest des Ortspatrons, mit einer Messe in der Einsiedelei, einem gemeinsamen Essen und Musik gefeiert. Am 1. Mai findet die Romería zur Cruz de las Reliquias statt. Die Romería führt zu einem Kreuz, das auf 1.957 Metern Höhe liegt; anschließend gibt es im Gebiet Los Bardales ein gemeinsames Essen. Die Geschichte von Matabuena reicht bis in die Bronzezeit zurück: Bereits damals gab es im Ort Siedler. Bei Ausgrabungen im Jahr 2003 wurden im Vorfeld des Baus des Frontón Höhlen mit schematischen Gravuren an Decken und Wänden entdeckt.

Weitere Ortsseiten

Weitere Ortsseiten: Gallegos, La Granja De San Ildefonso, Fuentepelayo, Carbonero El Mayor, San Rafael, El Espinar, San Cristóbal De Segovia, Castillejo De Mesleón.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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