La Granja De San Ildefonso: Palast, Gärten und Kultur

File:Palacio de la Granja de San Ildefonso - 032.jpg File:Palacio de la Granja de San Ildefonso - 032.jpg Foto: Américo Toledano via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Palastanlage und Gartenkunst

Beim Royal Palace of La Granja begannen die Bauarbeiten am neuen Palast im April 1721. Die Royal Gardens of La Granja erstrecken sich über 146 Hektar und umfassen 26 monumentale Brunnen, die auf der klassischen Mythologie basieren. Die Flächengröße von 146 Hektar macht die Gärten zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben dem Palast. Die Brunnen greifen dabei Motive der klassischen Mythologie auf. Für Ihre Reiseplanung lässt sich La Granja De San Ildefonso damit über Architektur, Gartenkunst und Brunnenanlagen erschließen.

Gebäude mit königlicher Geschichte

Die Casa Bauer ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Denkmal geschützt. Zwischen 1774 und 1777 wurde sie nach den Plänen des Architekten José Díaz Gemanes errichtet. Die Real Colegiata de la Santísima Trinidad wurde von Teodoro Ardemans als königliche Kapelle errichtet und wenig später in eine Stiftskirche umgewandelt. Die Kapelle der Reliquien enthält ein Grabdenkmal, in dem Felipe V und Isabel de Farnesio bestattet sind. Die Iglesia de Nuestra Señora de los Dolores ist ein 1764 entworfener Barocktempel.

Museum, Theater und traditionelle Bauformen

Das Museo de Tapices befindet sich in den ehemaligen Räumen, die für die Infantinnen und Infanten vorgesehen waren. Es zeigt Maschinen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert sowie Instrumente, Rohstoffe, Materialien, Stücke und Formen, die bei der Herstellung und Verarbeitung von Glas verwendet wurden. Für kulturinteressierte Reisende verbindet sich hier der Blick auf historische Räume mit einem konkreten Einblick in handwerkliche Produktionsgeschichte.

Die Casa de Canónigos wurde zum Teatro Canónigos umgewandelt, einem Kulturraum mit Theater und Ausstellungssälen. Der Pozo de la Nieve ist ein Interpretationszentrum für traditionelle Bauwerke wie Eisschächte. Geführte Besichtigungen des Jardín de la Real Botica stellen die jahrhundertealte Tradition des Anbaus aromatischer und Heilpflanzen heraus. Diese Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Theater und Ausstellungen, traditionelle Bauwerke sowie den Anbau aromatischer und Heilpflanzen.

Prozession, Pilgerweg und Küche

Auch religiöse Traditionen und Wege gehören zum örtlichen Themenbild. Die Prozession des Santo Entierro beziehungsweise die Prozession des Schweigens ist als Fiesta de Interés Turístico Regional, also als regionale touristische Interessensfeier, anerkannt. Der Camino de Santiago de Madrid umfasst einen Routenabschnitt nach San Ildefonso beziehungsweise La Granja. Zu den offiziellen Routen im Raum Valsaín gehört außerdem die Strecke Valsaín–La Granja de San Ildefonso–Valsaín. Die Bezeichnung weist ausdrücklich auf den Ausgangs- und Rückkehrort hin und bildet damit einen geschlossenen Verlauf ab. Als kulinarische Besonderheit gelten Judiones als das typischste Gericht von La Granja.

Für weitere Reiseziele ergänzen Sie Ihre Auswahl mit Martín Muñoz De Las Posadas, San Rafael, Cedillo De La Torre, Zamarramala, Saldaña de Ayllón, Pelayos del Arroyo, San Cristóbal De Segovia sowie Aldealengua De Santa María.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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