Fuentidueña zwischen Mauern, Quellen und Wegen
Fuentidueña zwischen Mauern und Ortsgeschichte
Fuentidueña wurde 2007 wegen seines historischen Ortsensembles als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Die ummauerte Anlage von Fuentidueña hatte drei Zugangstore: die Puerta Salidero, die Puerta de la Calzada und die Puerta de Trascastillo. Das Ortsensemble und die befestigte Anlage geben der Ortsgeschichte eine klar erkennbare Kontur, die sich an konkreten Bauwerken und ihren Namen festmachen lässt.
Befestigung und Castillo
Das Castillo de Fuentidueña wurde zusammen mit den Stadtmauern als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Die Errichtung des Castillo de Fuentidueña wird aufgrund seiner Mauermerkmale in das 12. und 13. Jahrhundert datiert. Die zeitliche Einordnung des Bauwerks gehört damit zu den präzisen historischen Eckpunkten des Ortes.
Kirchen, Kapelle und Hospital
Die Capilla del Pilar, auch Capilla de los Condes de Montijo, ist als Bien de Interés Cultural geschützt, wurde 1720 fertiggestellt und ist neoklassizistisch. Die Iglesia de San Miguel ist eine romanische Kirche und als Bien de Interés Cultural geschützt. Die romanische Kirche San Martín wurde in zwei Bauphasen errichtet: Der Turm und das einschiffige Langhaus stammen aus dem 10. Jahrhundert, die Apsis aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. In den Sakralbauten Fuentidueñas treffen so unterschiedliche Epochen und Bauformen aufeinander.
Nekropole und soziale Geschichte
Das Hospital de la Magdalena wurde gegründet, um die Armen und Kranken von Fuentidueña und seinem Alfoz aufzunehmen. Das Hospital de la Magdalena wurde am 18. Mai 1995 als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Rund um die Kirche San Martín umfasst die Nekropole von San Martín rund zweihundert anthropomorphe, in den Fels gehauene Gräber. Die Gräber stammen aus dem 10. bis 17. Jahrhundert. Hospital und Nekropole ergänzen die Baugeschichte um Zeugnisse sozialer Fürsorge und einer über Jahrhunderte reichenden Bestattungskultur.
Quellen und Río Fuentes
Fuentidueña besitzt fast dreißig Quellen. Im Gebiet El Salidero vereinigen sich die Quellen de los Caños und de la Cigüeña mit weiteren Quellen zum Río Fuentes. Die Wasserlandschaft ist in Fuentidueña mit eigenen Orts- und Quellennamen verbunden und bleibt dadurch eng an die lokale Geografie geknüpft.
Wanderwege am Duratón
Der Wanderweg Sendero Embalse de las Vencías verläuft zwischen Fuentidueña und San Miguel de Bernuy und kann in beiden Orten begonnen werden. Der Wanderweg zum Cerro de San Blas führt mit mittlerem Schwierigkeitsgrad zu einem felsigen Aussichtspunkt über dem Duratón. Für Ihre Reiseplanung setzen die beiden Wanderwege unterschiedliche geografische Schwerpunkte: Der Sendero Embalse de las Vencías bezieht zwei Orte ein, während der Wanderweg zum Cerro de San Blas auf einen Aussichtspunkt über dem Fluss führt.
Ruta del Agua für Radtouren
Die 61 Kilometer lange Radroute Ruta del Agua beginnt an den Salinero-Quellen in Fuentidueña. Die Ruta del Agua weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad und ein welliges Profil auf. Ihre maximale Höhe beträgt 1.192 m, der positive Anstieg 5,2 %. Länge, Ausgangspunkt, Streckenprofil und Höhenwerte geben der Radtour ein klar umrissenes Format für die individuelle Reiseplanung.
Chisquereta und Spanferkel
Die Chisquereta ist ein großes Freudenfeuer, das am Vorabend der Unbefleckten Empfängnis im Atrium der Kirche entzündet wird. Gebratenes Spanferkel ist ein bekanntes Gericht Fuentidueñas und wird in den holzbefeuerten Öfen der Villa zubereitet. Beide Traditionen verankern den Aufenthalt in konkreten Bräuchen und kulinarischen Besonderheiten des Ortes.
Weitere Orte in derselben Auswahl
Weitere Orte: Ortigosa Del Monte, Cerezo De Abajo, Aldea Real, Fuentepelayo, Gallegos, Valverde Del Majano, Dehesa Mayor und Pelayos del Arroyo.
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