Cerezo de Abajo: Natur, Kultur und Wege an der Somosierra

File:A1 E5 at Cerezo de Abajo. (48781109246).jpg File:A1 E5 at Cerezo de Abajo. (48781109246).jpg Foto: Jelger via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Naturraum an der Somosierra

Cerezo de Abajo liegt an den nördlichen Ausläufern der Somosierra. Der Río Cerezuelo entspringt in der Sierra und bewässert Cerezo de Abajo sowie die umliegenden Gebiete. Auf rund 20 km² gibt es in Cerezo de Abajo Pyrenäen-Eichenwälder (Quercus pyrenaica), Steineichenwälder mit jahrhundertealten Steineichen (Quercus ilex), Auwälder, Eschenbestände (Fraxinus angustifolia), Wiesen und Ackerflächen. So treffen bewaldete Bereiche, Ufervegetation und offene Nutzflächen in einem überschaubaren Naturraum zusammen.

Über Cerezo de Abajo sind Gänsegeier, Mönchsgeier, Mäusebussarde sowie Rot- und Schwarzmilan zu sehen. Ein besonderer Landschaftsbestand ist der Encinar Monumental de Cerezo de Abajo mit vielen jahrhundertealten Steineichen. Er wurde durch die traditionelle Nutzung des Gebiets als gemeinschaftliche Dehesa erhalten. Die Bäume spendeten dem Vieh Schatten, während ihre Eicheln als Futter dienten. Landschaft und frühere Bewirtschaftung bleiben hier deshalb eng miteinander verbunden.

Kirche, Portal und lebendige Tradition

Die Iglesia de San Román Abad ist ein einschiffiger Sakralbau mit polygonaler Apsis im nachmittelalterlichen gotischen Stil. Im Inneren befinden sich ein romanisches Taufbecken, zwei barocke Altaraufsätze und ein Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert. Besonders eng ist die Kirche mit der Geschichte von San Marcos de Mansilla verbunden: Das romanische Portal der Iglesia de San Román Abad mit drei Archivolten wurde aus der Kirche San Marcos de Mansilla übernommen. Die Ermita de San Marcos de Mansilla wurde 1956 wiederaufgebaut, nachdem nur noch einzelne Mauern erhalten waren.

Auch die örtliche Musiktradition besitzt einen klaren Bezug zur Geschichte des Ortes. La Rondalla de Cerezo de Abajo wurde 1990 gegründet, um Lieder wiederaufzunehmen, die traditionell bei den örtlichen Festen gesungen wurden. Damit stehen Sakralbauten, übernommene Bauteile und überlieferte Festlieder als eigenständige kulturelle Themen nebeneinander.

Wanderwege durch Wald, Wiesen und Ufervegetation

Die Senda de Mansilla ist ein 2,5 km langer Fernwanderweg, der Cerezo de Abajo über Wege parallel zum Río Cerezuelo mit dem Ortsteil Mansilla verbindet. Die Senda de la Dehesa führt über Wege und Wiesen durch Montes de Utilidad Pública. Sie weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und kann ganzjährig begangen werden. Die Senda del Encinar ist ein 3 km langer Rundweg, der an der Iglesia de San Román beginnt und durch den Encinar de Cerezo de Abajo führt. Zunächst verläuft sie an der Ufervegetation des Arroyo del Chorrón entlang und führt anschließend in den Encinar de Cerezo de Abajo.

Mountainbike und kastilische Küche

Für Mountainbikes gibt es die Ruta en BTT por el Duratón, eine nach IMBA homologierte und ausgeschilderte, 54 km lange Rundstrecke. Ergänzend stehen zwei gastronomische Adressen mit unterschiedlichen Bezügen zur regionalen Küche: Im Hotel-Restaurant Langa werden segovianische Küche und die Küche des Restaurants in typisch kastilischem Ambiente angeboten. La Chasca de la Dehesa wurde vollständig renoviert und für einen ganzjährigen Restaurantbetrieb eröffnet.

Weitere Orte derselben übergeordneten Destination: Valle De Tabladillo, Torreiglesias, Turégano, Sepúlveda, Villacastín, Pelayos del Arroyo, La Granja De San Ildefonso und Sotosalbos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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