Navas de Oro zwischen Kiefernwäldern und Harztradition
Harztradition zwischen Flusstal und Kiefernwäldern
Navas de Oro liegt in der Uferzone des von den Flüssen Pirón und Eresma gebildeten Tals und ist von Kiefernwäldern umgeben. Diese Verbindung von Flusstal und Wald prägt den landschaftlichen Rahmen des Ortes. Navas de Oro ist für seine Harztradition sowie das Handwerk der „pegueros“ und die Herstellung von Pech aus Rückständen der Kiefernwälder und Harzen bekannt. Wer einen Ort über seine Landschaft und seine überlieferten Arbeitswelten kennenlernen möchte, findet hier deshalb ein besonders konkretes Zusammenspiel von Naturraum und Handwerk.
Das Museo de la Resina
Im Museo de la Resina erhält diese Tradition einen eigenen kulturellen Ort: Das Museum befindet sich in einem alten Waschhaus und vermittelt die mit dem Kiefernwald und der Harzgewinnung verbundenen Berufe anhand von Modellen, Werkzeugen der Harzarbeiter, Fotografien und audiovisuellen Medien. Die verschiedenen Darstellungsformen führen von den Arbeitsgeräten bis zu fotografischen und filmischen Einblicken. Geführte Besuche im Museo de la Resina werden durch Videos und Spiele für jüngere Kinder ergänzt. Die Besuche sind kostenlos und für alle Zielgruppen geeignet.
Kirche, Bauform und sakrale Kunst
Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist die Iglesia parroquial de Santiago Apóstol. Sie entstand im 12. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert durch den Meister Antonio de la Torre barock umgestaltet. Die Kirche ist ein einschiffiges Gebäude aus Ziegeln, Lehm und Stein. Ihr Satteldach ist mit arabischen Dachziegeln gedeckt und wird durch einen Glockengiebel ergänzt. Im Inneren befinden sich ein Altarretabel und ein Prozessionskreuz aus dem 16. Jahrhundert von Antonio Oquendo. Dadurch treten an diesem Bauwerk mehrere Zeitebenen zusammen: der mittelalterliche Ursprung, die barocke Umgestaltung und die erhaltenen Ausstattungsstücke der Renaissancezeit.
Türme und Burgen im Umfeld
Die Torre de Santa María, auch Torre del Reloj genannt, gehörte zur ehemaligen Kirche Santa María. Sie ist ein Bauwerk im Stil der Renaissance aus dem 16. Jahrhundert; ihr Ursprung ist möglicherweise romanisch. Bei den Burgen im Umfeld von Navas de Oro bleibt die räumliche Einordnung unterschiedlich: Das Castillo de Coca ist eine Burg in der Umgebung von Navas de Oro, während das Castillo de Iscar und das Castillo de Cuéllar Burgen im weiteren regionalen Umfeld sind.
Feuchtgebiete als Naturraum
Zu den natürlichen Bezugspunkten gehören die Feuchtgebiete von Navas de Oro. Sie sind Durchzugsgebiete für Zugvögel und erweitern das Bild des Ortes um einen saisonal geprägten Lebensraum. Zusammen mit dem Tal der Flüsse Pirón und Eresma und den umgebenden Kiefernwäldern bilden sie den landschaftlichen Hintergrund, vor dem Navas de Oro seine Harztradition und seine historischen Bauwerke zeigt.
Weitere Orte im selben Gebiet
Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind Martín Muñoz De Las Posadas, Villacorta, Tabanera del Monte, Mata de Quintanar, Cerezo De Arriba, Chañe, Castillejo De Mesleón und Bernuy De Coca.
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