Castro de Fuentidueña: Romanik, Weinkeller und Routen
Castro de Fuentidueña zeigt eine charakteristische Architektur mit unterirdischen Weinkellern zahlreicher privater Eigentümer. Die Iglesia de la Inmaculada Concepción de María entstand ursprünglich als romanischer Bau. Zusammen mit den historischen Ortsbezügen entsteht ein klares Bild eines Reiseziels, dessen Besonderheiten an konkreten Bauwerken, Festen und Wegen ablesbar sind.
Romanische Spuren in der Iglesia de la Inmaculada Concepción de María
Die Iglesia de la Inmaculada Concepción de María bewahrt an ihrer Fassade mehrere romanische Kragsteine. Im Inneren enthält die Kirche mehrere romanische Kapitelle. Das romanische Portal besitzt drei Archivolten. Fresken aus dieser Zeit im Inneren der Iglesia de la Inmaculada Concepción de María stellen das Letzte Abendmahl dar. Eine weitere kunsthandwerkliche Spur ist das Prozessionskreuz der Iglesia de la Inmaculada Concepción de María: Der aus Cuéllar stammende Silberschmied Juan Antonio Sanz Delgado fertigte es im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts an. So lassen sich am selben Sakralbau unterschiedliche kunsthistorische Details und eine klar eingeordnete Arbeit der Silberschmiedekunst betrachten.
Ortsgeschichte und Feste
Die erste überlieferte Nachricht über Castro de Fuentidueña stammt aus dem Jahr 943. Damals wurde der Ort als "Castro de Fratres", also "Burg der Mönche", bezeichnet. Der Name gehört damit zu den frühesten überlieferten Bezügen des Ortes. Auch die Feste setzen eigene zeitliche Akzente: Das Fest Santa Lucía wird in Castro de Fuentidueña am 5. August gefeiert, eine weitere Feier zu Santa Lucía findet am 13. Dezember statt. In Castro de Fuentidueña wurde der Día del Árbol seit 1990 gefeiert. Die genannten Termine und die historische Ortsbezeichnung eröffnen verschiedene Zugänge zur Geschichte und zum Jahreslauf von Castro de Fuentidueña.
Routen zwischen Wandern und Geologie
In der Nähe von Castro de Fuentidueña bieten die Hoces del Duratón Möglichkeiten zum Wandern. Eine eigene Wegperspektive eröffnet die Ruta de bodegas a los mares de los dinosaurios. Diese Route ist linear und kann in beiden Richtungen begangen werden. Auf der Ruta de bodegas a los mares de los dinosaurios kommen Kalksteine, Dolomite und Mergel in unregelmäßigen Bänken vor. Die Gesteine wurden vor etwa 190 Millionen Jahren in küstennahen, flachen subtropischen Meeren abgelagert. Auf der Ruta de bodegas a los mares de los dinosaurios lassen sich außerdem Algenlaminierungen und Fossilien wirbelloser Meerestiere wie Brachiopoden und Mollusken erkennen. Damit führt die Route nicht nur durch eine benannte Landschaft, sondern auch durch eine geologische Vergangenheit, die an Gesteinen und Fossilien sichtbar wird.
Radroute und touristischer Rundgang
Die Route BTT Carrascal del Río führt über Castro de Fuentidueña. Auf der Route BTT Carrascal del Río kann man sich in Castro de Fuentidueña am Brunnen versorgen. Für die Orientierung im Ort ist außerdem El pozo relevant: El pozo ist die zweite Station eines touristischen Rundgangs durch die Castros der Provinz in Castro de Fuentidueña. Die beiden Angebote sprechen unterschiedliche Formen der Erkundung an, bleiben aber jeweils an einen konkret benannten Weg oder Rundgang gebunden. Für Radfahrende ist die Versorgung am Brunnen dabei ausdrücklich Teil der Route BTT Carrascal del Río.
Weitere Ziele in dieser Auswahl sind Burgomillodo, Villacastín, Prádena, Aldea Real, Mata de Quintanar, Nava De La Asunción, Sacramenia und Aldeasoña.
Segorock im Mai 2022
Das Musikfestival Segorock fand am 27. und 28. Mai 2022 in Castro de Fuentidueña statt. Dieses datierte Ereignis ergänzt die kirchlichen Feste um einen musikalischen Veranstaltungstermin, der Castro de Fuentidueña als Veranstaltungsort eines konkreten Festivals ausweist.
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