Sacramenia zwischen Romanik, Weintradition und kurzen Wegen

Romanik und Geschichte in Sacramenia

Die Iglesia de San Miguel de Sacramenia ist ein im 12. Jahrhundert datiertes Beispiel ländlicher volkstümlicher Romanik und wurde am 16. Februar 1983 als Bien de Interés Cultural eingestuft. Auf dem Sacramenia überragenden Hügel befinden sich die Überreste der Iglesia de San Miguel, eines guten Beispiels der frühen Romanik. Damit begegnen Ihnen hier zwei eng miteinander verbundene Perspektiven auf dasselbe Bauwerk: die historische Einordnung der Kirche und ihre sichtbaren Überreste auf dem Hügel.

Das Monasterium Santa María la Real

Das Monasterium Santa María la Real, auch Iglesia del Monasterio de San Bernardo bezeichnet, wurde im 12. Jahrhundert errichtet und gehörte dem Zisterzienserorden an. Die Kirche des Monasteriums, die ebenfalls Iglesia del Monasterio de San Bernardo bezeichnet wird, hat drei Schiffe: ein Hauptschiff und zwei Seitenschiffe. Hinzu kommen fünf halbkreisförmige Apsiden, die der Anlage eine klar gegliederte romanische Struktur geben. Die erhaltenen Überreste des Monasteriums Santa María la Real konnten nur eingeschränkt besichtigt werden, mittwochs von 10:00 bis 13:00 Uhr.

Santa Marina und ländliche Alltagsgeschichte

Eine weitere romanische Station ist die Iglesia de Santa Marina. Ihre Mauern bestehen aus Bruchstein und Quadermauerwerk; die Kirche besitzt ein Hauptschiff und ein Seitenschiff sowie eine halbkreisförmige Apsis mit einer gespreizten Fensteröffnung aus dem 12. Jahrhundert. Das Retabel enthält mittelalterliche Malereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert. In der Iglesia de Santa Marina befindet sich außerdem ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, während ein silbernes Prozessionskreuz aus dem 18. Jahrhundert zur Ausstattung gehört. Einen alltagsgeschichtlichen Blick eröffnet das Museo de Aperos de Labranza y Enseres Tradicionales „Altamenia“ in Sacramenia, das landwirtschaftliche Geräte und traditionelle Haushaltsgegenstände zeigt.

Kurze Wege und Kalksteinhügel

Die Ruta de la Fuente Vieja führt von einer Seite des Ortes Sacramenia zum Erholungsbereich Fuente Vieja. Der Weg ist linear und weniger als einen Kilometer lang. An beiden Enden ist die Ruta de la Fuente Vieja mit Hinweisschildern ausgeschildert. Eine längere Landschaftsperspektive bietet die Ruta 3: Sacramenia, Fuentidueña y Valle de Tabladillo. Sie beginnt in Sacramenia in einer Landschaft mit Kalksteinhügeln und verbindet den Ortsnamen mit den weiteren Zielen Fuentidueña und Valle de Tabladillo.

Weinbaukultur und Verkostung

Zur traditionellen Weinbaukultur Sacramenias gehörten kleine unterirdische Keltern an den Hängen der Berge; nahezu jede Familie besaß dort einen kleinen Weinberg. In der näheren Umgebung von Sacramenia werden bei einem Besuch der Bodega Finca Cárdaba drei Weine, der Wermut „El Jardín del Mediquin“ und ein Aperitif verkostet. In der näheren Umgebung südlich von Sacramenia bietet die Bodega Finca Cárdaba nach vorheriger Reservierung geführte Besichtigungen des Weinbergs und der Bodega an.

Ausblicke auf Ort und Umgebung

Eine Einsiedelei bietet Ausblicke auf Sacramenia und die Umgebung. Zusammen mit dem Hügel der Iglesia de San Miguel und der Landschaft mit Kalksteinhügeln entlang der Ruta 3 gehört damit auch die räumliche Perspektive zu den markanten Eindrücken des Ortes.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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