Castrillo del Val: Kloster, Kirchen und Natur am Arlanzón

Das Monasterio de San Pedro de Cardeña gehört zur Ortschaft Castrillo del Val und bewahrt romanische Überreste, darunter den Turm und den Märtyrer-Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert. Der Jakobsweg Camino de Santiago verläuft in Kastilien und León (Castilla y León) durch die Gemeinde und den Ortskern von Castrillo del Val. Der Abschnitt des Arlanzón bei Castrillo del Val beherbergt geschützte Fischotter und Europäische Nerze und liegt innerhalb des LIC de las riberas del Arlanzón.

Kultur

Die Klosterkirche des Monasterio de San Pedro de Cardeña stammt aus dem 16. Jahrhundert; an sie schließt die Capilla del Cid an. In der Iglesia de Santa Eugenia begegnet Ihnen eine klassizistische Kirche mit basilikalem Grundriss. Ihr Innenraum ist in drei durch Gurtbögen getragene Abschnitte gegliedert. Bauzeit, Grundriss und Raumgliederung geben diesem Kirchenbau jeweils eigene architektonische Bezugspunkte.

Die Iglesia de Santa Eugenia besitzt außerdem einen quadratischen Turm mit drei durch Gesimse getrennten Baukörpern, der Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Iglesia de San Juan Bautista ist eine Renaissancekirche aus dem 16. Jahrhundert mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Beide Kirchen lassen sich so über klar erkennbare Baumerkmale wie Turmaufbau, Epoche und Grundriss unterscheiden.

Die Iglesia de San Juan Bautista steht außerhalb des Ortskerns auf dem Alto Castillejo. Auch der Camino del Cid führt zum Monasterio de San Pedro de Cardeña, das der Überlieferung des Cantar zufolge mit Jimena sowie der früheren Grabstätte von El Cid und seiner Ehefrau verbunden ist. Die sterblichen Überreste von El Cid und seiner Ehefrau wurden im 20. Jahrhundert in die Kathedrale von Burgos überführt. Auf der Straßenroute des Camino del Cid führt die Strecke von Burgos über Cardeñajimeno zum Monasterio de San Pedro de Cardeña.

Landschaft

Die paläontologische Fundstätte von Schneckenfossilien bei Castrillo del Val trägt die Bezeichnung DU034. Die Fossilien stammen aus dem mittleren bis oberen Miozän. Der Fundort weist primär paläontologisches sowie sekundär mineralogisches und stratigrafisches geologisches Interesse auf. Die zeitliche Einordnung und die drei genannten Fachbereiche eröffnen einen konkreten Zugang zur Erdgeschichte des Gebiets.

Die Ufer des Arlanzón bei Cardeñajimeno und Castrillo del Val befinden sich in sehr gutem Zustand; der Auwald ist dort gut erhalten. Im Unterholz des Monte de Castrillo wachsen Kermeseiche, Stechginster, wilde Krapp-Pflanzen, Schlehen und Weißdorn. Vereinzelt stehen dort außerdem Pyrenäen-Eichen (Quejigos). Zusammen mit dem geschützten Flussabschnitt reicht das dokumentierte Naturbild damit vom Auwald bis zur Vegetation des Monte de Castrillo und zur Tierwelt des Arlanzón.

Weitere Ortsseiten

Weitere Ortsseiten: El Berrón, Estépar, Puentedura, Gumiel De Mercado, Caleruega, Padilla De Abajo, San Millán de San Zadornil und Miraveche.

Unterwegs

Zum Gebiet der Cuevas de Castrillo del Val führt ein Fußweg zu Höhlen, darunter eine in einer Einsturzdoline entstandene Höhle. Der Zugang ist als Fußweg beschrieben, während die geologische Besonderheit durch die Entstehung in einer Einsturzdoline näher bestimmt wird. Im Gemeindegebiet von Castrillo del Val sind vom Camino Francés nur die letzten 350 Meter erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

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