Padilla de Abajo: Römische Wege und sakrale Baukunst

File:Santos Juanes, Padilla de Abajo 2.jpg File:Santos Juanes, Padilla de Abajo 2.jpg Foto: Pusazul via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es

Sakrale Baukunst und römische Spuren

Padilla de Abajo verbindet die weiten Flussebenen der comarca Odra-Pisuerga mit sakraler Baukunst und römischen Zeugnissen. Die Ortschaft liegt im Westen der Provinz Burgos, in weiten Flussebenen zwischen den Flüssen Odra und Pisuerga. Für Sie ergibt sich damit eine Orientierung zwischen Landschaft, Kirchen und historischen Wegen.

Ein besonders klarer Bezugspunkt liegt 500 Meter nordwestlich von Padilla de Abajo an der Straße nach Padilla de Arriba: die Ermita de Nuestra Señora del Torreón. Das Gotteshaus besitzt ein einschiffiges Langhaus und eine halbrunde Apsis. Die spätromanische Ermita wird anhand einer lateinischen Inschrift auf das Jahr 1298 datiert. Sie wurde größtenteils im 13. Jahrhundert errichtet und später umgebaut.

Im Ort steht die Iglesia de los Santos Juanes, die zum Bien de Interés Cultural gehört. Ihr monumentaler barocker Hauptaltar ist auf etwa 1700 datiert, durch vier salomonische Säulen gegliedert und umfasst Skulpturen und Reliefs der Heiligen, denen die Kirche geweiht ist. So treffen in Padilla de Abajo unterschiedliche Epochen sakraler Gestaltung aufeinander. Wer den Ort besucht, begegnet dabei sowohl der spätromanischen Ermita als auch der barocken Iglesia de los Santos Juanes und den römischen Meilensteinen.

Zur römischen Vergangenheit gehören die zwei Meilensteine von Padilla de Abajo, die 1968 im Ort entdeckt wurden. Römische Meilensteine sind kleine Säulen, die auf römischen Straßen Entfernungen in römischen Meilen kennzeichneten; eine römische Meile entspricht 1.480 Metern. Die beiden Steine könnten zu der von Astorga nach Bordeaux führenden Römerstraße gehören, die auch Vía Aquitania bezeichnet wird.

Die Vía Aquitania durch Kastilien

Die Vía Aquitania führt von Grijalba über Padilla de Abajo und Melgar de Fernamental weiter nach Osorno. Sie folgt der gleichnamigen römischen Straße, die Italien und Frankreich verband. Ihre spanische Fortsetzung war die Vía XXXIV Ab Astúrica Burgalam zwischen Bordeaux und Astorga. Im Itinerario Antoniano ist sie als Nummer 34 verzeichnet und trägt auch die Bezeichnung De Hispania in Aequitania.

Der kastilische Abschnitt der Vía Aquitania wurde von der Comisión Jacobea und der Junta de Castilla y León als neuer historischer Weg ausgewiesen. Damit steht Padilla de Abajo in einem Wegzusammenhang, der römische Geschichte und die kastilische Kulturlandschaft miteinander verbindet.

Routen zwischen Odra und Pisuerga

Von Padilla de Abajo starten Routen entlang der Flüsse Odra und Pisuerga. Zusätzlich führen BTT-Routen in Richtung Burgos und Citores del Páramo. Wer die Landschaft nicht nur über ihre Bauwerke, sondern auch über ihre Flussräume und Wegverbindungen kennenlernen möchte, findet damit mehrere konkrete Ausgangspunkte rund um den Ort.

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