Caleruega: Kloster, Camino del Cid und Landschaft

File:Caleruega (Burgos) - panoramio.jpg File:Caleruega (Burgos) - panoramio.jpg Foto: velomartinez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kloster und mittelalterliche Zeugnisse

Caleruega zeigt seine historische Prägung besonders im Dominikanerinnenkloster: Auf Anordnung Alfons’ X. entstand es aus dem Familiensitz der Familie Guzmán-Aza und wurde 1270 von Alfons X. eingeweiht. Die Dominikanerinnen pflegen in Caleruega das Geburtshaus von Santo Domingo und heißen dort alle Besucherinnen und Besucher unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit willkommen. Im Kloster wurde auf Entscheidung Alfons’ X. auch das Grabmal der Infantin Leonor von Kastilien aufgestellt.

Zum Klosterkomplex gehören eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert und ein Kreuzgang-Museum mit sakraler Kunst. Dazu zählen zwei polychrome Steinskulpturen der Jungfrau Maria und des Engels der Verkündigung aus dem 13. Jahrhundert. Der Torreón de los Guzmán ist ein viergeschossiger Turm aus dem 11. Jahrhundert, 17 Meter hoch und als Ausstellungsraum eingerichtet. Die romanische Iglesia de San Sebastián stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert; von ihrer ursprünglichen Struktur sind der Turm, das Eingangsportal und ein Zwillingsfenster erhalten.

Cid-Tradition und religiöse Spuren

In der Iglesia de San Sebastián wurde Santo Domingo getauft; dort befand sich auch die erste Grabstätte der seligen Juana de Aza. Im Parque del Cid steht die drei Meter lange Reiterstatue des Cid, 200 Meter vom Torreón de los Guzmán entfernt. Das Krähenmonument neben der Statue steht für ein Glückssymbol des Camino del Cid, weshalb Reisende häufig die Kachel mit dem Krähenbild berühren. Auf der Straße gehört Caleruega zum Abschnitt Destierro des Camino del Cid.

Weitere Zeugnisse reichen von der Peña de San Jorge bis zu den archäologischen Fundstätten. Neben dem großen Kreuz auf der Peña de San Jorge liegen die Überreste einer frühmittelalterlichen Nekropole aus dem 10. Jahrhundert. Die Ermita de San Mamés wurde zwischen dem späten 12. und dem frühen 13. Jahrhundert errichtet, während die Fundstätte La Pudia die Überreste eines kleinen frühmittelalterlichen Dorfes bewahrt, das sich im 9. und 10. Jahrhundert entwickelte. Bei Caleruega liegt außerdem eine vermutlich Santa Centola geweihte frühmittelalterliche christliche Kapelle, die wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts errichtet wurde. Ihr unmittelbares Umfeld ist für Besuche hergerichtet und mit erklärenden und interpretierenden Schildern sowie einem 3D-Modell ausgestattet.

Routen durch Landschaft und Natur

Der Sendero de las Loberas ist eine etwa 10 Kilometer lange Rundroute, die als für alle Zielgruppen geeignet gilt und Natur- mit Geschichtserbe verbindet. Sie führt an drei restaurierten Tenadas, traditionellen Loberas, mittelalterlichen, in den Fels gehauenen Kellern, Quellen, Rastplätzen und einem Geierfutterplatz vorbei. Im Gebiet Las Rozadas bei Caleruega liegt das Naturinterpretationszentrum „Las Loberas“. Dort können Besucher Besonderheiten der Landschaft kennenlernen und von einem angrenzenden Aussichtsturm die örtliche Flora und Fauna beobachten.

Das Feuchtgebiet La Quiñonera umfasst ungefähr 2.200 Quadratmeter und eignet sich zur Vogelbeobachtung. Eine Beobachtungshütte und ein Futterplatz für Geier gehören ebenfalls zu La Quiñonera, das an der langen Route des Sendero de las Loberas liegt. So verbindet sich der Weg mit konkreten Naturbeobachtungen und den historischen Spuren entlang der Strecke.

Wein, Römerstraße und Feste

Die Bodega Alfonso VIII gilt als ältester Weinkeller Caleruegas und bewahrt einen einzigen, in den Fels gehauenen Kellerraum von 25 Metern Länge. Ein Wegabschnitt von Caleruega in Richtung der römischen Stadt Clunia fällt mit der Römerstraße zusammen, die Saragossa und Astorga verband.

Auch Feste geben dem Ort eigene Akzente: Die Enramada findet am Morgen des 18. August in der Calle Beata Juana de Aza während der Feierlichkeiten zu Santa Juana statt. Das Lavanda Fest fand in Caleruega bereits in seiner dritten Ausgabe statt und umfasst geführte Spaziergänge durch die Lavendelfelder von Caleruega.

Für Besichtigungen des Klosterkomplexes sind beim Tourismusbüro Caleruega Dienstag bis Sonntag Zeiten von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie von 15:30 bis 18:30 Uhr vorgesehen.

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