La Puebla de Arganzón – Mauern, Kirche und Pilgerwege
File:La Puebla de Arganzon - Nuestra Señora de la Asuncion, retablo mayor 09.jpg
Foto: Zarateman via Wikimedia Commons, CC0
La Puebla de Arganzón verbindet eine mittelalterliche, ummauerte Villa mit Sakral- und Profanarchitektur. Ihr Stadtgrundriss entwickelte sich entlang des Camino de Bayona. Als Station am Camino de Santiago ist der Ort aufgeführt. Zum historischen Ortsbild gehören die mittelalterliche Befestigung, der Kirchenbau und die historischen Wege.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción ist ein Beispiel spätgotischer Sakralarchitektur. An ihrer Westfassade stehen Türme, darüber befindet sich ein barocker Turmhelm. Im Inneren besitzt die Kirche drei Schiffe und Gewölbe mit Stichkappen aus dem 16. Jahrhundert sowie verzierte Schlusssteine. Zu den Darstellungen gehört eine von zwölf Engeln umgebene Mariä Himmelfahrt, bei der Reste der ursprünglichen Polychromie erhalten sind. Das Retabel ist ein großes und qualitativ herausragendes Beispiel des plateresken Stils im Baskenland. Kirche, Gewölbe, Schlusssteine und Retabel zeigen dabei das Zusammenspiel von Bauform und Ausstattung.
Zu den bemerkenswerten profanen Kulturgütern gehören mit Wappen versehene Adelshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im historischen Ortskern steht außerdem die Casa de los Gordejuela, ein Renaissance-Palais. Über ihrem Haupteingang befinden sich die Büsten der Gründer und das Wappen der Familie. An diesen Bauwerken treten neben der mittelalterlichen Stadtanlage auch spätere Epochen sichtbar hervor: Adelshäuser und Renaissance-Palais ergänzen die sakralen Zeugnisse um weltliche Architektur.
Außerhalb der Mauern, in der Calle Santiago, bilden das ehemalige Hospital de San Juan und die Ermita de Nuestra Señora de la Antigua ein architektonisches Ensemble. Die Ermita ist Teil eines L-förmigen Ensembles mit dem Hospital. Beide Bauten wurden zusammen zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert errichtet; in den folgenden Jahrhunderten erfolgten weitere Umbauten. Das dem heiligen San Juan Evangelista geweihte Hospital de San Juan diente als Zuflucht für Pilger, die den Camino de Santiago bereisten.
Zur historischen Ortsgestalt gehört auch die mittelalterliche Brücke über den Río Zadorra. Sie besitzt drei Bögen unterschiedlicher Proportionen und Ausprägung. In der natürlichen Umgebung von La Puebla de Arganzón führen Routen und Wege durch die örtliche Flora und Fauna, die Besucher dabei erleben können.
Routen
Die Vía de Bayona führt durch La Puebla de Arganzón im Condado de Treviño in die Provinz Burgos und verbindet den Ort mit Miranda de Ebro. Damit steht neben dem Bezug zum Camino de Santiago auch eine weitere historische Wegverbindung im Ort.
Für das Rad sind zwei aufgeführte Strecken mit unterschiedlichen Längen verzeichnet: Die Route Carretera Arganzón ist mit einer Länge von 69,23 km aufgeführt, die MTB-Route Arganzón ist für La Puebla de Arganzón mit 39,14 km aufgeführt. Die beiden Strecken unterscheiden sich damit in ihrer angegebenen Länge.
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