Fontanar zwischen Baukultur und Landschaft

File:Plaza de toros de Fontanar 03.jpg File:Plaza de toros de Fontanar 03.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Fontanar zwischen Baukultur und Landschaft

Fontanar lässt sich über seine Bauwerke, Landschaftsräume und Feste kennenlernen. Die Casa Cartuja ist ein gutes Beispiel kastilischer Barockarchitektur; bei ihrer Gestaltung überwiegt die Verwendung von Ziegeln. Der zweigeschossige zentrale Innenhof besitzt eine offene untere Galerie. Das charakteristische Zapfensystem der offenen unteren Galerie wird von Holzpfeilern auf steinernen Sockeln getragen.

Die Casa Cartuja wurde Ende des 15. Jahrhunderts von Kartäusermönchen des Klosters Santa María de El Paular in Rascafría in der Autonomen Gemeinschaft Madrid errichtet. Gewölbte Wasserleitungen führten Wasser von Quellen zur Casa Cartuja und zum Gebiet La Ría. Das Gebiet La Ría trug historisch die Bezeichnung Huerta de San Fernando. Eine gewölbte Wasserleitung in Fontanar ist mehr als 50 Meter lang.

Die Ruinen der romanischen Kirche von Jócar sind ein Beispiel für die ländliche Romanik des 12. Jahrhunderts in der Provinz Guadalajara. Die Überreste wurden von der Gemeinde Fontanar aus ihrem ursprünglichen Standort in Jócar an ihren heutigen Standort im Parque municipal Ricardo Francés versetzt.

Die Ermita de la Soledad ist ein restauriertes Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert mit einfacher Struktur, überwiegend aus Ziegeln und Bruchsteinen, sowie einem Säulenportikus. Im Inneren besitzt die Ermita de la Soledad eine Mudéjar-Kassettendecke.

Der Parque Corral de Beleña verfügt über einen überdachten Picknickunterstand mit einer Fläche von 140 Quadratmetern. El Salgar umfasst 45.000 Quadratmeter innerhalb eines LIC-Schutzgebiets und einen natürlichen Auwald. Der Parque Beljafel umfasst ein ausgedehntes Waldgebiet mit Steineichen und Eichen. Die Vega del Arroyo Zaire ist ein von Auwald geprägtes Gebiet. Die Vega del Henares ist in Fontanar als Flusslauf ausgewiesen.

Für aktive Tage sind in Fontanar zwei touristische Routen ausgewiesen: Die Red Rocinante, Korridor VII, Abschnitt E, und die Ruta de la Arquitectura Negra. Die Grünflächen und ländlichen Wege rund um Fontanar bieten Möglichkeiten für leichte Wanderungen und Radtouren in einer gut erreichbaren und gut angebundenen Umgebung.

Acht Tage vor Palmsonntag wird die Virgen de la Soledad, die Schutzpatronin von Fontanar, von ihrer Kapelle in die Kirche gebracht. In der Kirche bleibt die Virgen de la Soledad bis zum Karfreitag; am späten Nachmittag des Karfreitags kehrt die Virgen de la Soledad in einer Prozession in die Kapelle zurück. Die Feierlichkeiten zu San Matías finden am Wochenende statt, das dem 14. Mai am nächsten liegt, und umfassen unter anderem Verbenas, Encierros, eine Messe und eine Prozession. Die Feierlichkeiten zu San Roque erstrecken sich über etwa eine Woche rund um den 16. August und umfassen Verbenas, Encierros und Novilladas. Am 3. Februar wird in Fontanar Brot gesegnet; anschließend werden Brot und Chorizo an die Einwohner verschenkt.

Fontanar liegt etwa 10 Kilometer von der Provinzhauptstadt Guadalajara entfernt und ist über die CM-101 erreichbar. Eine regionale Buslinie verbindet Humanes, Mohernando, Yunquera de Henares, Fontanar und Guadalajara.

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