Fuentelencina: Renaissance, Wege und gelebte Traditionen

File:Fuente de Abajo (Fuentelencina) 2012-09-27 18-29-30.jpg File:Fuente de Abajo (Fuentelencina) 2012-09-27 18-29-30.jpg Foto: Dapasa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es

Renaissance in Fuentelencina

Fuentelencina zeigt seinen Charakter besonders dort, wo Renaissance, Wasserbau, Landschaft und dörfliche Festtraditionen zusammentreffen. Die Iglesia de la Asunción de Fuentelencina ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das in der Barockzeit umgebaut wurde. Das Ayuntamiento de Fuentelencina ist ein Renaissancegebäude aus dem 16. Jahrhundert; an seiner Fassade sind die Wappen des Kaisers, des Calatrava-Ordens und der Stadt angebracht. Auf der Plaza Mayor finden Sie einen Renaissanceplatz mit Arkaden und einem zentralen Brunnen mit Wasserbecken.

Kirche und erhaltene Bauten

Der Hauptaltar der Kirche ist ein Retabel aus der Mitte des 16. Jahrhunderts im plateresken Stil; möglicherweise stammt es von dem Bildhauer Francisco Giralte. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción wurde am 28. Mai 2002 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Denkmal anerkannt. Das Ayuntamiento de Fuentelencina wurde am 8. Oktober 1991 als Bien de Interés Cultural anerkannt.

Wasser, Mauern und Alcarria

Die Fuente de Abajo, früher Fuente de Suso genannt, ist ein Renaissance-Wasserbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts in der Vega im unteren Bereich von Fuentelencina. Sechs Wasserspeier in Form von Löwenköpfen entwässern in ein steinernes Becken und anschließend in ein Waschhaus. Kanäle, Bewässerungsgräben und eine Viehtränke verteilen das Wasser zu den Gärten entlang des Arroyo de la Vega, dessen Wasser in den Río Arlés fließt. Der ummauerte Bereich von Fuentelencina ist besuchbar. Zu seinen erhaltenen Teilen gehören ein Flankenturm, Mauerreste mit Resten eines Grabens sowie die Reste eines Tores.

Wanderungen mit Landschaftsblick

Die Landschaft von Fuentelencina bietet weite Ausblicke über die Hügel und Täler der Alcarria. Las Pozas de Manolete ist eine kurze, 6,70 Kilometer lange, leichte Rundwanderung mit einer Dauer von etwa zwei Stunden. Der Rundwanderweg führt von Fuentelencina zu einem Aussichtspunkt über die Landschaft der Alcarria. An einem Punkt erläutert eine Informationstafel die Geologie und die Merkmale des Arroyo de la Vega.

Routen durch die Umgebung

El Camino de la Vega ist die 16 Kilometer lange Route von Fuentelencina im Netz Rutas Villas Alcarreñas. Die Wege dieses Netzes sind mit weißen und grünen Farbmarkierungen sowie an mehreren strategischen Punkten mit Orientierungs- und Wegweisern versehen. Die Route RCGU-11 El Camino de Fuentelencina erreicht Fuentelencina nach 7,5 Kilometern entlang des Arroyo de Carraguadalajara und erreicht nach 7,5 Kilometern auch die Ermita de la Soledad in Fuentelencina.

Feste und überlieferte Bräuche

Die Pasión Viviente ist in Fuentelencina seit 1991 mit der Asociación Cultural San Agustín verbunden. Sie ist mit dem Abend des Gründonnerstags und der Plaza Mayor verbunden und als Fiesta de Interés Turístico Provincial anerkannt. Bei einer Aufführung führte der Kreuzweg durch die Straßen von Fuentelencina bis zur Ermita de la Soledad. Fuentelencina bestimmte San Agustín im Jahr 1520 zum Schutzpatron und legte den 28. August als wichtigstes Fest fest. Am Festtag werden den Anwesenden nach der Messe und der Prozession auf dem Platz traditionell Schokolade, „pan de la caridad“, Wein und das Fleisch der Kuh gereicht. Seit kurz vor dem Jahr 2000 gehörten am Vorabend des San-Agustín-Fests das Freilassen mehrerer Jungtiere und die Zubereitung eines Eintopfs aus Fleisch und „sopas“ dazu.

Weitere Ziele im selben übergeordneten Reiseumfeld sind Zorita De Los Canes, Zaorejas, Azuqueca De Henares, Tierzo, Sigüenza, Humanes, El Casar und Fontanar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guadalajara.

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